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Die Antifeministen ziehen sich an einen geheimen Ort zurück

Das Antifeminismus-Treffen soll nun doch stattfinden. Um gewalttätigen Anschlägen auszuweichen, zieht sich die Interessengemeinschaft an einen geheimen Ort zurück.

Wohin sich die Antifeministen zurückziehen möchte er aus Sicherheitsgründen nicht sagen: Initiator René Kuhn.
Wohin sich die Antifeministen zurückziehen möchte er aus Sicherheitsgründen nicht sagen: Initiator René Kuhn.
Keystone

Das erste internationale Antifeminismus- Treffen in der Schweiz findet am kommenden Samstag an einem geheimen Ort statt und nicht wie vorgesehen im zürcherischen Uitikon. Die für Uitikon angemeldeten Teilnehmer würden «zu gegebener Zeit» über den Ort informiert.

Die Interessengemeinschaft Antifeminismus (IGAF) wolle Gewalt keine Plattform bieten, heisst es in einer Mitteilung der Organisation vom Dienstag. Linksaktivisten hatten in der Nacht auf Montag einen Farbanschlag auf das Gemeindehaus Uitikon verübt. Zudem kündigten Aktivisten für Samstag eine Demonstration gegen das Treffen an.

Lokalbetreiber zogen sich zurück

Aus dem Uitiker Projekt ausgestiegen waren auch die Betreiber des dafür vorgesehenen Lokals. Nach ausgiebigen Diskussionen seien die IGAF und auch der Caterer zum Schluss gekommen, dass das für Samstag geplante Treffen nicht in Uitikon stattfinden werde, heisst es weiter.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Antifeministen auf Widerstand stossen. Ursprünglich hätte das Treffen in einem Restaurant in der Stadt Zürich durchgeführt werden sollen. Doch auch dieses hatte seine Zusage zurückgezogen. Ausserdem verweigerte die Zürcher Kantonalbank vor kurzem die Eröffnung eines Kontos für die IGAF.

«Zerlumpte Vogelscheuchen»

Die Interessengemeinschaft Antifeminismus wurde im April dieses Jahres vom ehemaligen Luzerner SVP-Grossstadtrat René Kuhn gegründet. Kuhn sorgte als Gegner der Frauenbewegung bereits in der Vergangenheit für Schlagzeilen. So bezeichnete er Feministinnen etwa als zerlumpte Vogelscheuchen und als Gruselkabinett.

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