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Die Besitzerin des Nagelhauses steht erneut vor Gericht

Das Bild ihres Hauses, das einsam aus einer chinesischen Baugrube ragte, gab den Anstoss zum Zürcher Nagelhaus. Was ist eigentlich aus der Besitzerin geworden?

Unnachgiebig bis zum Schluss: Wu Ping im März 2007 mit dem Räumungsbefehl für ihr Haus.
Unnachgiebig bis zum Schluss: Wu Ping im März 2007 mit dem Räumungsbefehl für ihr Haus.
Keystone

Ihr Nagelhaus ist längst abgerissen, aber Wu Ping bekommt immer noch Briefe an die alte Adresse. «Das Gericht hat mir heute eine Vorladung an die alte Adresse geschickt. Machen sie das absichtlich, aus Rache? Das ärgert mich», sagte Wu in dieser Woche am Telefon gegenüber dem TA.

Die Bilder von Wu Ping und vor allem die Bilder ihres Hauses, wie es einsam in einer riesigen Baugrube den Bulldozern und damit dem Bau eines Shoppingcenters trotzte, waren im Frühjahr 2007 um die Welt gegangen. Sie waren in China und dann auch im Ausland zum Synonym dafür geworden, wie sich gierige Immobilienhaie und korrupte kommunistische Kader in China bereichern, wie sie Bürger ohne Anhörung und ausreichende Entschädigung zwangsenteignen. Es war eine Auseinandersetzung, wie die Medien sie lieben: David gegen Goliath, Gut gegen Böse, schwarz oder weiss, aber ohne Grautöne, und noch dazu begleitet von guten Fotos.

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