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Die CVP setzt auf die Frauenkarte

Die Zürcher CVP steigt mit Nationalrätin Barbara Schmid-Federer ins Rennen um den Ständerat. Sie wählt bewusst eine weibliche Kandidatur – ein Feld, das die Konkurrenz offen gelassen hat.

hub
Die designierte Kandidatin während einer Medienkonferenz zur CVP-Familieninitiative.
Die designierte Kandidatin während einer Medienkonferenz zur CVP-Familieninitiative.
Peter Klauzner, Keystone

Der Vorstand der Zürcher CVP hat sich gestern Abend entscheiden, Barbara Schmid-Federer als Kandidatin für den Ständerat aufzustellen. Definitiv ist der Entscheid zwar erst, wenn die Delegierten ihn am 7. Mai absegnen. Die Parteiführung hat aber ein starkes Argument: Es sei «völlig klar», dass der Kanton Zürich im Ständerat auch durch eine Frau vertreten sein müsse, schreibt sie in einer Mitteilung.

Abgesehen von der kleinen EVP, die mit Maja Ingold antritt, setzen dieses Jahr alle anderen Parteien auf Männer: die SVP auf Hans-Ueli Vogt, die SP auf Daniel Jositsch, die FDP auf Ruedi Noser, die Grünen auf Bastien Girod und die GLP auf Martin Bäumle. Bisher vertrat in der kleinen Kammer ein gemischtes Duo den Kanton Zürich, Verena Diener (GLP) und Felix Gutzwiller (FDP), die beide zurücktreten.

Bei Steiner spielte der Frauenbonus

Schmid-Federer ist Mitinhaberin einer Apotheke und seit über sieben Jahren Nationalrätin. Die CVP beschreibt sie als «eine von den Pol-Parteien wirklich unabhängige Persönlichkeit aus der politischen Mitte». Sie sei eine Expertin in den Bereichen Gesundheitswesen, Sozialversicherungen sowie Familien- und Jugendpolitik.

Parteipräsidentin Nicole Barandun hat schon früher angekündigt, dass die CVP mit einer Frau antreten wolle und Schmid-Federer erste Wahl sei. Die Partei hat gerade erst in der Zürcher Regierungsratswahl gute Erfahrungen gemacht mit der Kandidatur von Silvia Steiner – laut einer Nachwahlbefragung hat der Frauenbonus ihr in die Karten gespielt.

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