Zum Hauptinhalt springen

«Die Gebäude sind sehr ähnlich»

Christoph Gantenbein, Architekt der Landesmuseum-Erweiterung, erklärt, wieso der Neubau derart auffällig ist und weshalb er trotzdem sehr gut zum bestehenden Gebäude und dem Platzspitz passt.

Die Baugrube ist ausgehoben: Rundgang mit dem Architekten Christoph Gantenbein auf der Baustelle hinter dem Landesmuseum.

«Selbstbewusst und respektvoll» sei der Erweiterungsbau des Landesmuseums in Zürich, sagte Bundesrat Alain Berset bei der Grundsteinlegung vom Dienstag. Die Schweiz feiere damit ihr entspanntes Verhältnis zur nationalen Identität.

Neben dem Innenminister nahmen als Vertreter des Kantons Zürich Regierungsrat Martin Graf und für die Stadt Stadtrat André Odermatt die Pflasterkelle in die Hand. Der Grundstein wird in die Bodenplatte des Neubaus einbetoniert.

Er werde künftig im neuen Gebäude sichtbar sein, das im Sommer 2016 eingeweiht werden soll, hiess es an der von mehreren Hundert geladenen Gästen verfolgten Zeremonie. In eine Kapsel im Grundstein legte Berset als Zeitzeugnisse eine Swatch-Uhr und Zeitungen aus allen vier Landesteilen.

Backstein mit Löwe

Der Direktor des Bundesamtes für Bauten und Logistik, Gustave E. Marchand, gab die zivile Baubotschaft ans Parlament und eine Broschüre zur Renovation hinein, Regierungsrat Graf einen persönlichen Brief, über dessen Inhalt er keine Angaben machen wollte.

Der städtische Beitrag in den Grundstein ist ein mit einem Zürcher Löwen geschmückter historischer Backstein einer Vorläuferfirma der Zürcher Ziegeleien. Es sei ein Zeichen aus der Vergangenheit für die Zukunft, sagte Stadtrat Odermatt. Die beiden Architekten Emanuel Christ und Christoph Gantenbein ergänzten die Dokumente für die Nachwelt mit einem 1:500-Modell des Erweiterungsbaus in massiver Bronze.

Zwar wolle man in der Regel mit Grundsteinbeigaben Botschaften für künftige Generationen hinterlassen, oft würden diese dann aber später einfach von Baggern zermalmt, gab Regierungsrat Graf zu bedenken. Die Zeugen aus unserer Zeit könnten aber auch einfach als Glücksbringer gesehen werden.

Gantenbein: Vereinheitlichung als Kernziel

Wie der alte Trakt, wird auch der Neue aus Stein gefertigt werden. Zudem wollen wir, dass die auffälligen Motive auf den Dächern, wie beispielsweise die Giebeltreppen auch im neuen Gebäude Anwendung finden. Die physische Nähe der beiden Gebäude wird zudem dafür sorgen, dass sie als Einheit aufreten, sagte Gantenbein.

SDA/lvm

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch