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Die «Gfätterli-Schuel» hat ausgedient – auch beim Lohn

Bildungsdirektorin Silvia Steiner vollzieht eine längst überfällige Wende. Jetzt muss sie bei der Bezahlung der Kindergärtnerinnen aber weiter nachbessern.

Kindergärtnerinnen und Kindergärtner bleiben Lehrer zweiter Klasse: Es ist höchste Zeit, auch das zu korrigieren.
Kindergärtnerinnen und Kindergärtner bleiben Lehrer zweiter Klasse: Es ist höchste Zeit, auch das zu korrigieren.

Dialektausdrücke können mitunter unfreiwillig böse sein. «Gfätterli-Schuel» ist so einer. So nannte der Volksmund früher den Kindergarten – und drückte damit indirekt aus: Dort wird nichts Rechtes gelernt, dort wird bloss ein bisschen gespielt.

Dass das eine Fehleinschätzung ist, ist wissenschaftlich belegt. Längst weiss man, dass Kinder, die schon in der ersten Klasse mit einem Rückstand starten, oft eine ganze Schulkarriere lang darunter leiden. Umso entscheidender sind gute Lehrerinnen und Lehrer im Kindergarten, umso anspruchsvoller ist deren Arbeit heute. Kommt hinzu, dass die Kinder beim Eintritt in den Chindsgi nicht nur jünger sind als früher, die Klassen sind auch wesentlich heterogener.

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