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«Die grosse Mehrheit lässt sich in den Balkan zurückverfolgen»

Pfand für Drogenpakete, Museumserpressung: Gestohlene Kunstwerke können für vieles genutzt werden. Ariane Moser vom Art Loss Register erklärt, wie man sie trotz weniger Hinweise aufspüren kann.

«Der Knabe mit der roten Weste» ist gut bewacht: Die serbische Polizei verhaftete drei Kunsträuber.
«Der Knabe mit der roten Weste» ist gut bewacht: Die serbische Polizei verhaftete drei Kunsträuber.
Keystone
Der französische Impressionist Paul Cézanne malte das Bild um 1890. Der Zürcher Emil Georg Bührle kaufte es 1948 für einen «Spottpreis» von 400'000 Franken.
Der französische Impressionist Paul Cézanne malte das Bild um 1890. Der Zürcher Emil Georg Bührle kaufte es 1948 für einen «Spottpreis» von 400'000 Franken.
Keystone
Hier wurden im Februar 2008 neben Cézanne drei weitere wertvolle Gemälde von Degas, Van Gogh und Monet geraubt: Die Sammlung Emil Georg Bührle im Zürcher Kreis 8.
Hier wurden im Februar 2008 neben Cézanne drei weitere wertvolle Gemälde von Degas, Van Gogh und Monet geraubt: Die Sammlung Emil Georg Bührle im Zürcher Kreis 8.
Keystone
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Weshalb raubt jemand Kunst, die weltweit bekannt und somit wohl auch schwer zu verkaufen ist?

Das ist eine gute Frage. Das Offensichtliche ist, dass es den Kriminellen um den Geldwert geht. Sie unterliegen dem Irrtum, dass Kunst einfach zu stehlen, zu transportieren und in Geld umzuwandeln sei. Gerade bekannte Kunstwerke bringt man heute aber kaum mehr los. Früher gab es auch politische Motive. Die IRA-Terroristin Rose Dougdale versuchte in den Achtzigerjahren beispielsweise mit einem gestohlenen Goya-Gemälde inhaftierte IRA-Mitglieder freizupressen. Auch gibt es Kunstliebhaber, die zu Dieben werden. Der Franzose Stéphane Breitwieser klaute zwischen 1995 und 2001 239 Kunstwerke aus 171 verschiedenen Museen und gab an, dies aus Liebe zu den Kunstwerken gemacht zu haben.

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