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Die harten Zahlen zur Zürcher Sozialhilfe

Pro Kopf gibt der Kanton Zürich heute weniger aus für die Sozialhilfe als noch vor zehn Jahren. Das ist nur einer von mehreren überraschenden Fakten aus dem offiziellen Sozialbericht.

Alleinerziehende benötigen vergleichsweise oft Sozialhilfe: Mutter mit kleinem Kind. Bild: Doris Fanconi
Alleinerziehende benötigen vergleichsweise oft Sozialhilfe: Mutter mit kleinem Kind. Bild: Doris Fanconi

Trotz der lauten Diskussionen, die in Zürich derzeit um die Sozialhilfe geführt werden: Die Sozialhilfequote ist hier stabil. Seit 2010 liegt sie unverändert bei 3,2 Prozent, wie aus dem heute Montag veröffentlichten kantonalen Sozialbericht hervorgeht. Die Quote beschreibt, welcher Anteil der ständigen Wohnbevölkerung von der Sozialhilfe unterstützt wird.

2013 haben im Kanton Zürich 45'000 Personen Sozialhilfe bezogen. Die Nettoausgaben der Gemeinden beliefen sich auf gut 373 Millionen Franken – das sind 9 Millionen Franken weniger als im Vorjahr.

Im Verhältnis zur Bevölkerungsentwicklung seien die kommunalen Ausgaben für die Sozialhilfe damit seit 10 Jahren verhältnismässig stabil, teilten die Direktion der Justiz und des Innern und die Sicherheitsdirektion gemeinsam mit. So wurden 2004 noch 274 Franken pro Kopf aufgewendet. 2013 lag dieser Wert bei 266 Franken.

Die Miete frisst das meiste Geld

Der Bericht zeigt auch auf, dass gut ein Viertel der Sozialhilfebezügerinnen und -bezüger im Alter zwischen 15 und 65 Jahren einer Erwerbsarbeit nachgeht. Ein Drittel ist erwerbslos oder auf Stellensuche. 58 Prozent der unterstützten Erwachsenen verfügen über keine abgeschlossene Berufsausbildung.

Für einen durchschnittlichen Sozialhilfefall wurden im letzten Jahr rund 16'200 Franken ausbezahlt. Der grösste Budgetposten ist dabei der Mietzins. Die Wohnkosten machen gut 42 Prozent des Lebensbedarfs aus.

Jeder dritte Sozialhilfebezüger ist ein Kind

Knapp ein Drittel der Sozialhilfebezüger sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Dies hängt laut dem Bericht mit dem hohen Risiko von Alleinerziehenden zusammen, in die Sozialhilfe abzugleiten. Von diesen Haushalten bezieht mehr als jeder sechste Sozialhilfe.

Von den rund 45'000 Personen mit Sozialhilfe sind 4339 innerhalb der letzten beiden Jahre in eine Zürcher Gemeinde gezogen und sind dort 2013 erstmals unterstützt worden. Gut 10 Prozent davon kommen aus dem Ausland, knapp ein Viertel aus einem anderen Kanton. Zwei Drittel wohnte zuvor in einer anderen Zürcher Gemeinde.

SDA/hub

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