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Kameras am Uetliberg zeigen Wirkung

Seit gefilmt wird, fährt kaum mehr jemand verbotenerweise mit dem Auto auf den Uetliberg. Erwischt hat es trotzdem noch hunderte «Sünder». Was sie falsch machten.

Zu Fuss oder mit dem Zug darf jeder auf den Üetliberg. Autofahrer nur mit Bewilligung. Sonst wird gebüsst.
Zu Fuss oder mit dem Zug darf jeder auf den Üetliberg. Autofahrer nur mit Bewilligung. Sonst wird gebüsst.
Tom Kawara

Das Fahrverbot auf dem Uetliberg gilt seit über hundert Jahren. Aber erst seit vergangenem April werden Autofahrer, die sich nicht daran halten, gefilmt. Die Gemeinde Uitikon hat zwei Überwachungskameras installiert, weil sie das Verbot konsequent durchsetzen möchte: Nur mit einer Bewilligung dürfen Autolenker auf den Uetliberg fahren.

Ein halbes Jahr später zeigt sich gemäss «Regionaljournal Zürich Schaffhausen von SRF»: Die Kameras zeigen Wirkung. Achtzig Prozent der Autolenker, die verbotenerweise auf den Uetliberg fahren, kehren wieder um. «Sobald sie die Kamera sehen, überlegen sie einen kurzen Moment und drehen dann um», sagt Patrik Wolf, Sicherheitsvorsteher der Gemeinde Uitikon im Radiobeitrag.

Konsequente Durchsetzung soll sich herumsprechen

Diese Einsicht der Autofahrer kommt allerdings zu spät. Die Kameras befinden sich nicht beim signalisierten Fahrverbot, sondern ein Stück weiter oben. Deshalb büsst die Gemeinde Uitikon die Fahrzeuglenker trotzdem. «Die konsequente Durchsetzung des Verbots soll sich herumsprechen, sodass in Zukunft weniger Autofahrer illegal auf den Uetliberg fahren», sagt Sicherheitsvorsteher Wolf weiter. Bis heute sind knapp 800 Bussen verteilt worden.

Das Fahrverbot am Uetliberg und Möglichkeiten, dieses besser durchzusetzen, sind bereits länger ein Thema. Nach einem halben Jahr Videoüberwachung liegen nun Zahlen vor, wie viele Autolenker dieses Verbot missachten. «Dank der Videoüberwachung können wir in Zukunft auch vergleichen, wie sich die Zahl der illegalen Fahrten verändert», sagt Patrik Wolf. Weitere Massnahmen, wie die Installation einer Schranke, stehen zurzeit nicht zur Diskussion.

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