Die Oberlandautobahn ist zu laut

Bei Wangen-Brüttisellen müssen Anwohner der Autobahn mehr Lärm ertragen als erlaubt – teils jenseits der Alarmwerte. Das hat jetzt Folgen.

Zu laut für die Anwohner: Autos fahren in der Nacht über die A 53.

Zu laut für die Anwohner: Autos fahren in der Nacht über die A 53. Bild: Patrick B. Kraemer/Keystone

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Mehr Ruhe entlang der Autobahn: Das Zürcher Tiefbauamt hat ein Projekt ausgearbeitet, um die Anwohner der Oberlandautobahn A 53 besser vor dem Lärm der Autos zu schützen. Die Massnahmen sind für den Streckenabschnitt bei der Gemeinde Wangen-Brüttisellen vorgesehen. Entlang der Fahrbahn Richtung Zürich werden dort zusätzliche Lärmschutzwände gebaut und die stellenweise bereits bestehenden optimiert.

In diesem Abschnitt seien bei diversen angrenzenden Gebäuden Überschreitungen der Immissionsgrenzwerte und teilweise der Alarmwerte gemessen worden, teilte die Baudirektion des Kantons heute Dienstag mit. Gemäss dem Umweltschutzrecht und der Lärmschutzverordnung des Bundes sei somit eine Lärmsanierung notwendig.

Das Projekt kostet knapp 7 Millionen Franken und wird aus dem Kredit für die Lärmsanierungsmassnahmen an Staatsstrassen finanziert. Der Regierungsrat hat dafür im September 2011 insgesamt 90 Millionen Franken bewilligt. Der Baubeginn ist für Mai 2017 geplant; die Arbeiten sollen rund zwei Jahre dauern.

Platz, um Solarstrom zu produzieren?

Ausserdem sucht der Kanton Interessenten, die entlang der Lärmschutzwand eine Fotovoltaikanlage erstellen möchten. Im Bereich des Militärflugplatzes Dübendorf könnte eine rund 650 Meter lange Anlage mit einer Nennleistung von 450 kWp realisiert werden. Sie müsste jedoch von einer Drittpartei finanziert, erstellt und betrieben werden. Entsprechende Verhandlungen seien am Laufen.

Die Oberlandautobahn A 53 ist eine kantonale Autobahn und verläuft zwischen dem Brüttiseller Kreuz bis Uster-Ost. Durchschnittlich befahren pro Tag rund 58'000 Fahrzeuge die 12,2 Kilometer lange Strecke. (hub/sda)

Erstellt: 06.09.2016, 11:21 Uhr

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