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Die Panama Papers, die SP und der Brief

In einem Zürcher Bezirk erhalten einige Personen ungebetene Post: Die SP schreibt allen mutmasslichen Steuerhinterziehern, die in den Panama Papers genannt wurden, ein paar Zeilen.

Die SP hat die Panama Papers ganz genau angeschaut: Proteste vor der Kanzlei Mossack Fonseca in Panama City.
Die SP hat die Panama Papers ganz genau angeschaut: Proteste vor der Kanzlei Mossack Fonseca in Panama City.
Keystone

Nachdem am Montag das Internationale Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) die Rohdaten zu den Panama Papers veröffentlicht hat, wird die SP des Bezirks Horgen aktiv. «Wenig überraschend befinden sich auch etliche Adressen aus dem Bezirk Horgen im Register», schreibt die Partei heute Mittwoch in einer Medienmitteilung.

Für die Partei bestätige sich damit, was ihr schon lange schwante: «Industrialisierte Steuerhinterziehung ist kein Phänomen von fernen Südseeinseln, sondern wird von unseren eigenen Nachbarn betrieben.»

Alle Adressen durchforstet

Die Partei nehme ihre Verantwortung wahr, indem sie allen Personen, die in der Datenbank auftauchen, einen Brief schreibe. Darin steht unter anderem, dass Engagements für die Gesellschaft, mindestens im Rahmen von Gesetz und Anstand, ein Kernpunkt der schweizerischen Lebensart sei.

Die Partei wirft den Empfängern nicht vor, an illegalen Aktivitäten beteiligt zu sein. Allen, die dennoch einmal daran gedacht haben, Steuern zu hinterziehen, ruft sie in Erinnerung, dass beispielsweise 3,2 Prozent der kantonalen Bevölkerung auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind. «Als Gesellschaft betrachten wir es als unsere Pflicht, auch die Schwächsten zu unterstützen.»

Der Brief schliesst mit der Bemerkung, dass sich die Partei im Namen der Horgner Bevölkerung freue, den Empfänger weiterhin «im Kreis der Anständigen» willkommen heissen zu dürfen.

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