Die Rad-WM kommt nach Zürich

2024 findet die Strassen-Weltmeisterschaft in der grössten Schweizer Stadt statt. Zürich stach bei der Ausmarchung Bern aus.

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Es ist ein grosser Tag für Zürich. Oder sagen wir: zumindest für Velo-Zürich. Am Donnerstagmorgen wurde bekannt, dass der Vorstand von Swiss Cycling die Strassenrad-WM 2024 an die Limmat vergibt. Konkurrent Bern bleibt damit das Nachsehen.

Zürich kann somit beginnen, sich auf den nächsten sportlichen Grossanlass vorzubereiten, nach der Fussball-EM 2008 und der Leichtathletik-EM 2014. Anders als bei den letzten beiden Events wird die Stadt viel stärker involviert sein. Während Fussball und Leichtathletik primär das Stadion Letzigrund beschäftigten – und dessen Renovation –, wird bei der Rad-WM tatsächlich die ganze Stadt einbezogen sein.

Strecke mit Passage durch die Altstadt

Das Herz der Rad-WM soll am Sechseläutenplatz schlagen, dort wird auch die Ziellinie aller Wettkämpfe sein. Genaue Streckendetails sind noch nicht öffentlich. Aber zur Schlussrunde, die bei den Strassenrennen mehrfach befahren wird, sind einige Eckpfeiler bekannt. Diese geben dem Rennen den Charakter eines Frühjahrsklassikers – einfach im September. So soll die Fahrt vom Sechseläutenplatz durch die Altstadt gehen, inklusive Pavé-Passage, ehe das Rennen in einer Schlaufe über das Stadtgebiet hinaus und via rechtes Seeufer wieder zurück zum Ziel am Sechseläutenplatz führen wird. Die Starts der Rennen plant das OK über den Kanton zu verteilen, damit dieser ebenfalls eingebunden wird.

Für die im Bewerbungsdossier skizzierte Streckenführung holte sich Zürich Radsport-Knowhow von aussen: Sie wurden bei der Routenplanung von David Loosli und Olivier Senn beraten, dem aktuellen und dem ehemaligen Direktor der Tour de Suisse, dazu von Thomas Peter von Swiss Cycling.

Von politischer Seite hatte die Rad-WM-Kandidatur von Anfang an nur Rückenwind: Zuletzt stimmte der Gemeinderat Anfang Februar einem Kredit von knapp acht Millionen Franken ohne Gegenstimme zu. Davor hatten sich bereits die Stadtregierung und der Regierungsrat klar für die Rad-WM ausgesprochen. Ausstehend ist noch eine Unterstützungszusage des Bundes. Von dieser gehen Swiss Cycling und die Zürcher Bewerbung aber fest aus, nachdem Bundesbern diese dem bereits definitiven Rad-WM-Projekt 2020 in Aigle/Martigny zugesichert hat. Das aufgestellte Budget sieht vor, dass 12,7 der 19 Millionen Franken von Stadt, Kanton und Bund beigesteuert werden.

Vierte Titelkämpfe in Zürich

Besonders für die Schweizer Strassenradszene sind die beiden Titelkämpfe von grosser Bedeutung. Swiss Cycling will die Zeit bis 2024 nützen, um neue Nachwuchsprojekte zu initiieren. Am Verbandshauptsitz in Grenchen träumt man von einen Entwicklungsschub, wie ihn die EM 2014 in Zürich den Leichtathleten brachte. Zugleich wird Zürich 2024 für die aufstrebende Generation, welche Marc Hirschi vergangenen Herbst in Innsbruck zum U-23-WM-Titel verhalf, ein grosser Antrieb sein. 2024 werden sie im besten Rennfahreralter sein und im Idealfall um Weltmeisterehren fahren können.

Nach 1923, 1929 und 1946 findet die Rad-WM bereits zum vierten Mal in Zürich statt. Auch nächstes Jahr wird in der Schweiz um die Medaillen gefahren. Die Rad-WM findet vom 20. bis 27. September 2020 in Aigle und Martigny statt. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 14.03.2019, 09:00 Uhr

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