Die Sammlerin kunstvoller Eier

Die Thalwilerin Emilie Swoboda sammelt Ostereier, färbt und verziert sie – und sie hat einige Tipps für Sie.

Emilie Swoboda hat 800 Ostereier aus der ganzen Welt zusammengetragen. Hier gibt sie einen Einblick in ihre Sammlung.
Video: Sarah Fluck

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«Es sind so viele», sagt Emilie Swoboda und zeigt auf die Schachteln, die derzeit ihr Wohnzimmer füllen. Sie enthalten wiederum Schächtelchen, in denen, sorgfältig verpackt, die Ostereier gelagert werden. Liebevoll nimmt Swoboda einige Eier aus dem Dunkeln ans Licht. Rund 800 Sammelobjekte hat die in Thalwil Ansässige in den vergangenen fünf Jahrzehnten zusammengetragen. Im Video (siehe oben) stellt sie die schönsten vor.

«Die ersten Eier habe ich mit Wasserfarben bemalt», erinnert sich die gebürtige Niederbayerin. Damals fertigte sie mit ihren drei Kindern die Osterdekoration noch mit kindlichen Motiven an: «Die waren dann mit Häsli oder Bibeli verziert.»

Vom Zins- zum Osterei

Inzwischen beherrscht Swoboda eine Vielfalt von Verziertechniken, sei es Gravieren, Bemalen, Bekleben, Batiken, Klosterarbeiten oder Perlenarbeiten. «Auch habe ich mich intensiv ins Thema eingelesen», sagt sie.

Woher kommt denn eigentlich diese Osterei-Tradition? «Früher hiessen diese Zinseier», weiss die Sammlerin. Da an Ostern Zins- und Pachtzahlungen für den Boden fällig waren, wurden diese einst mit Eiern beglichen. Diese Abgabepflicht findet erstmals 1553 Erwähnung. «Ab dem Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Eierverschenken dann zum familiären Brauch», sagt die 78-Jährige. Besondere Bedeutung erhalte das Ei auch, weil es Symbol des Lebens, der Fruchtbarkeit und der Erneuerung sei.

Ihr wertvollstes Ei hat nicht materiellen Wert, sondern symbolischen: Es sei ein Exemplar mit «Hasenmarke» und Swobodas Adresse. «Ich habe es von meinem inzwischen verstorbenen Mann per Post und in einer Schachtel zugeschickt bekommen», sagt Swoboda.

Rezept zum Nachmachen

Im folgenden Clip erklärt Emilie Swoboda, wie das natürliche Färben im traditionellen Stil gelingt:

Das Eier-Einmaleins: So gelingen die schönsten Muster. (Video: Sarah Fluck)

Und wer sein Ei besonders gestalten möchte, der notiert auf die Rückseite noch einen schönen Sinnspruch – verrät Swoboda.

Erstellt: 18.04.2019, 14:58 Uhr

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