Die Tätlichkeiten des Schlatter-Schlägers

Der Mann, der Beat Schlatter verprügelte, war für die Polizei kein unbeschriebenes Blatt. Dies zeigen mehrere Vorfälle, in die der geistig Verwirrte involviert war.

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Der 41-Jährige, der vergangenen Freitag in Meilen den Komiker Beat Schlatter am Kopf verletzte, ist ein Wiederholungstäter. Bereits gestern wurde bekannt, dass die Polizei am Tag zuvor wegen dem Mann ausrücken musste. Auf einer Zugfahrt in Richtung Meilen schlug der Italiener einem 23-jährigen Mann unvermittelt ins Gesicht und brach ihm die Nase.

Die Kantonspolizei Zürich nahm den Täter darauf zur Befragung auf den Posten, liess ihn aber kurze Zeit später wieder frei. Gegenüber dem «Blick» begründet Kapo-Sprecher Beat Jost den Entscheid: «Weil er in der Vergangenheit nicht durch gleichgelagerte Fälle aktenkundig war. Es lag kein Haftgrund vor.»

Aufgefallen im Kung-Fu

Der ehemalige Kung-Fu-Trainer des Täters zeigte sich von der Attacke auf Schlatter nicht überrascht: «Ich dachte gleich an Massimo. Er war eine tickende Zeitbombe», sagt der 52-Jährige gegenüber dem «Blick». Im Training sei ihm der Italiener zunehmend negativ aufgefallen. «Latent aggressiv» und «psychisch angeschlagen» sei der Mann gewesen. Er habe dies der Polizei gemeldet, die ihm zu einem Hausverbot geraten habe.

Gemäss «Tele Züri» gab es noch einen weiteren Vorfall. Letztes Jahr arbeitete der Mann für ein halbes Jahr als Kellner in einem Restaurant in Herrliberg. Dort soll er eine Serviertochter angegriffen und verletzt haben. Darauf sei der Mann entlassen worden.

(mrs)

Erstellt: 10.03.2015, 08:42 Uhr

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