Zum Hauptinhalt springen

«Die Tage werden intensiver für alle, die mit Patienten arbeiten»

Pflegende haben die Arbeitsbedingungen in Zürcher Spitälern und Heimen in einem Schwarzbuch angeprangert. Der Pflegedirektor des Stadtspitals Waid bestätigt den zunehmenden Druck.

«Das teure Spital soll nur so lange wie wirklich nötig beansprucht werden»: Waid-Pflegedirektor Lukas Furler.
«Das teure Spital soll nur so lange wie wirklich nötig beansprucht werden»: Waid-Pflegedirektor Lukas Furler.
Dominique Meienberg

Sie stehe immer mit einem Bein im Gefängnis, beschreibt eine Pflegefachfrau ihre Arbeitssituation. Zeitdruck führt zu mehr Fehlern. Sind Patienten im Spital heute nicht mehr sicher?

Die Situation ist nicht neu und ist für alle Gesundheitsprofis dieselbe: Wenn man mit Menschen arbeitet, haben Fehler gravierende Konsequenzen. Wir haben keine verlässlichen Daten, ob Fehler zugenommen haben. Schon vor dreissig Jahren, als ich als Krankenpfleger anfing, passierten immer wieder Fehler – nur redete man kaum darüber. Seit etwa zehn Jahren hat sich ein Fehlerbewusstsein entwickelt. Man steht dazu. In vielen Betrieben gibt es Fehlermeldesysteme, auch im Waidspital.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.