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Zürcher Premiere in Winterthur

Als Ehrerweisung tagt der Kantonsrat erstmals in Winterthur. Dies, weil die Stadt beim Entstehen der direkten Demokratie eine Schlüsselrolle spielte.

Daniel Schneebeli
Hoch der Proporz! Herman Greulich spricht 1910 in Zürich vor einer grossen Menschenmenge. Foto: Schweizerisches Sozialarchiv
Hoch der Proporz! Herman Greulich spricht 1910 in Zürich vor einer grossen Menschenmenge. Foto: Schweizerisches Sozialarchiv

Eine 25 Meter hohe Industriehalle, in der einst Lokomotiven und Schiffsmotoren gebaut wurden, ist nicht gerade der Ort, an dem man eine Parlamentssitzung erwarten würde. Doch exakt das ist auf dem Sulzer-Areal am Freitag geplant. Der Zürcher Kantonsrat zieht aus dem engen Rathaus an der Limmat in die Monsterhalle nach Winterthur. Allerdings nur für einen Tag und aus gutem Grund: Am 8. Juli 1917, also fast exakt vor 100 Jahren, wurde der Kantonsrat zum ersten Mal nach dem Proporzwahlverfahren gewählt, von dem wir glauben, dass es den Volkswillen am besten darstellt – auf jeden Fall besser als die Verfahren andernorts, zum Beispiel in Frankreich.

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