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Die zwei Gesichter des Mario Fehr

Der SP-Regierungsrat hat einen Entwurf seines Porträts für die kantonale Ahnengalerie veröffentlicht. Er erntet amüsierte Kommentare.

Das unfertige Portrait von SP-Regierungsrat und der Künstler Alex Zwalen. (Bild: Facebook)
Das unfertige Portrait von SP-Regierungsrat und der Künstler Alex Zwalen. (Bild: Facebook)

Was ist über Mario Fehr (SP) nicht alles gesagt und geschrieben worden in jüngerer Zeit. Darüber, dass man aus dem Zürcher Sicherheitsdirektor nicht schlau werde, ob er nun eher links oder rechts politisiere. Und darüber, dass er abseits der Scheinwerfer ein anderes Gesicht zeige als vor der Kamera. Insofern kann man fast nicht anders, als den aktuellen Eintrag auf Fehrs Facebook-Profil als selbstironischen Gruss an all seine Kritiker zu lesen.

Zu sehen ist Fehrs Portrait für die Ahnengalerie des Zürcher Regierungsrates. Das Bild werde diesen Sommer endlich fertig sein, schreibt der SP-Politiker, und bedankt sich beim verantwortlichen Künstler für dessen Geduld. Das Augenfällige an diesem«work in progress»: Es zeigt einen seltsam verdoppelten, verschwommenen Mario Fehr.

«Chli schizophren»

Das führt auf Facebook zu entsprechenden Interpretationen: «Einmal links, einmal rechts», heisst es in den Kommentaren etwa, Fehr sei halt eine «vielschichtige Persönlichkeit» oder ein Typ, der für zwei arbeite. Für seine Parteikollegin und Nationalrätin Min Li Marti wirkt das Bild «chli schizophren». Ein anderer Kommentator schreibt, dass ihm der echte Mario Fehr gar nicht so unscharf und doppelt vorkomme.

Auf Leinwand gebannt wird der Sicherheitsdirektor vom Zürcher Maler Alex Zwalen. Das Bild auf Facebook zeige das Portrait in unfertigem Zustand, betont der 60-Jährige, der sich seinem Sujet anhand von Fotos und mehrerer Besuche in dessen Büro annäherte. Am Schluss werde Mario Fehr «schon eine Einheit» sein, versichert er. Dies lässt auch der Regierungsrat selbst in der Antwort auf einen Kommentar durchblicken: «Es lohnt sich manchmal im Leben zu warten, bis etwas fertig ist ...»

55 Bilder in der Galerie

In der sogenannten Ahnengalerie in einem grossen Saal im Kaspar-Escher-Haus am Zürcher Walcheplatz werden Bilder von sämtlichen Regierungspräsidenten und Regierungspräsidentinnen sowie die Zürcher Mitglieder des Bundesrates seit den 30er-Jahren aufgehängt. Die Sammlung umfasst 55 Bilder.

Das bislang letzte Portrait: Ernst Stocker (SVP).
Das bislang letzte Portrait: Ernst Stocker (SVP).
Robert Honegger
Regierungsrat Thomas Heiniger (FDP) liess sich von Max Reiser im Stil von Andy Warhol malen.
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Max Reiser
Gab sich da schon entkrampfter: Ernst Brugger mit Pfeife.
Gab sich da schon entkrampfter: Ernst Brugger mit Pfeife.
Heini Waser
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