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«Diese Kinder wachsen völlig isoliert auf»

Der Bewegungsradius der Kinder ist auf dem Land sogar noch kleiner als in der Stadt. Um das zu ändern, braucht es nicht primär unternehmungslustige Eltern, so ein Experte.

Tina Fassbind
Platz allein macht nicht glücklich: Damit Kinder gerne draussen spielen und ihren Bewegungsradius erweitern, brauchen sie vor allem Spielkameraden.
Platz allein macht nicht glücklich: Damit Kinder gerne draussen spielen und ihren Bewegungsradius erweitern, brauchen sie vor allem Spielkameraden.
Bruno Schlatter
Nutzlose Geräte: Schaukeln, Rutschen und andere Spielgeräte machen nur Spass, wenn man sie mit vielen anderen Kindern benützen kann.
Nutzlose Geräte: Schaukeln, Rutschen und andere Spielgeräte machen nur Spass, wenn man sie mit vielen anderen Kindern benützen kann.
Christian Beutler, Keystone
Immer an der Hand: Eltern haben Mühe damit, ihren Kindern Freiraum zu geben. Sie fürchten die Gefahren des Strassenverkehrs.
Immer an der Hand: Eltern haben Mühe damit, ihren Kindern Freiraum zu geben. Sie fürchten die Gefahren des Strassenverkehrs.
Salvatore Di Nolfi, Keystone
Vorsicht
Vorsicht
AP Photo/Joerg Sarbach
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Kinder sind heute viel öfter zu Hause als draussen. Ihr Bewegungsradius nimmt seit 60 Jahren kontinuierlich ab. Sind Stadtkinder stärker von dieser Entwicklung betroffen? Im Gegenteil: Die Situation ist auf dem Land sogar noch schlimmer als in der Stadt. Ist in der Stadt ein Viertel bis zu ein Drittel der Kinder bis im Alter von 5 Jahren nie allein im Freien, so sind es auf dem Land vielfach 50 Prozent und mehr. Diese Kinder wachsen völlig isoliert auf. Vor allem in Ortschaften mit stark befahrenen Transitachsen können sie bestenfalls Freunde auf derselben Strassenseite besuchen. Eltern entziehen ihre Kinder der Strasse. Was nicht auf der Strasse ist, kann auch nicht überfahren werden.

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