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Manipulierte Diesel: «erhebliche Auswirkungen» auf Zürcher Luft

9 von 10 Dieselmotoren auf Zürcher Strassen stossen massiv mehr Stickoxide aus als erlaubt. Sie belasten die Luft und werfen die Bemühungen des Kantons um Jahre zurück.

180'000 der 200'000 Dieselfahrzeuge im Kanton stossen fünf- bis sechsmal so viel Stickoxide aus wie erlaubt: Stau auf dem Nordring bei Zürich-Affoltern.
180'000 der 200'000 Dieselfahrzeuge im Kanton stossen fünf- bis sechsmal so viel Stickoxide aus wie erlaubt: Stau auf dem Nordring bei Zürich-Affoltern.
Urs Jaudas

Die im Kanton Zürich angestrebte Senkung der Stickoxid-Werte kann wegen manipulierter Dieselmotoren nicht eingehalten werden. Um fünf bis zehn Jahre werfe der Dieselskandal die Bemühungen um saubere Luft zurück, teilt die Regierung mit. Das wenig erfreuliche Ergebnis steht in einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen.

Das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) hat ermittelt, welche Auswirkungen die im Abgasskandal aufgedeckten regelwidrigen Motoren auf die Zürcher Luft haben. Besonders in städtischen Gebieten und entlang von Hauptverkehrsachsen nimmt die Stickoxid-Belastung nicht in dem Ausmass ab, wie sie es angesichts der laufend verschärften Abgasnormen eigentlich sollte.

200'000 Dieselfahrzeuge zugelassen

Im Kanton Zürich sind aktuell rund 200'000 Dieselfahrzeuge zugelassen (Stichtag September 2016). Leider gehören die meisten dieser Autos zu jenen Kategorien, welche die Grenzwerte besonders deutlich verletzen.

Knapp 180'000 der rund 200'000 Dieselfahrzeuge stossen fünf- oder gar sechsmal so viel Stickoxide aus, wie sie gemäss der Abgasnorm eigentlich dürften. Die Messstation des Awel, mit deren Daten diese Einschätzung vorgenommen wurde, steht in Gockhausen. Die Station misst am Strassenrand die Abgase aller vorbeifahrenden Fahrzeuge.

SDA/lop

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