Dietikon reagiert auf Zürcher Böötli-Invasion

Bis zu 70 Boote in der Stunde landen im Sommer in der Limmattalstadt und wassern erst kurz vor dem Wehr aus. Das soll sich nun ändern.

Gummiböötle auf der Limmat: Gefahrenstellen und wichtige Regeln. Video: Lea Koch

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

«Die Party geht ab 2020 weiter» titelten die Medien, als der Bund am Mittwoch bekannt gab, dass die 0,5-Promillegrenze für Gummibootfahrer aufgehoben wird. Auch das eine oder andere Zürcher Herz dürfte höher geschlagen haben: Schliesslich beobachtete sowohl die Stadt- als auch die Kantonspolizei in den vergangenen Jahren eine Zunahme von Böötlern – insbesondere auf der Limmat.

Das bekam im Speziellen die Stadt Dietikon zu spüren, denn dorthin gleiten die Gummi-Flamingos und -Einhörner. «In Stosszeiten wassern hier bis zu 70 Boote pro Stunde», sagt Sicherheitsvorstand Heinz Illi.

Gummiboote einfach weggeschmissen

Die dafür genutzte Nötzliwiese habe in diesen Zeiten jeweils einer Abfallmulde geglichen. «Es ist wahnsinnig zu sehen, wie viele Gummiboote nach dem einmaligen Gebrauch hier liegen gelassen werden», sagt Illi. Auch habe sich der Stadtrat vermehrt Sorgen um die Sicherheit der Böötler gemacht, schliesslich sei das Wehr bloss wenige Meter von der Auswasserungsstelle entfernt.

Eine Neuerung soll die Situation in Dietikon nun entschärfen: Ende Juni wird 500 Meter oberhalb der Nötzliwiese – auf der Höhe des Bahnhofs Glanzenberg – eine neue Auswasserungsanlage eröffnet. Mit Grillstelle und WCs sei diese optimal auf die Bedürfnisse der Böötler ausgerichtet. «Damit sollen die Leute früher aus dem Wasser gebracht und die Gefahr vom drohenden Wehr entschärft werden», sagt Illi.

Und auch auf den Entscheid des Bundes will man reagieren: So plant die Gemeinde, im Sommer mit einer Flyeraktion auf die Gefahren des Alkoholkonsums hinzuweisen.

(saf)

Erstellt: 03.05.2019, 14:26 Uhr

Artikel zum Thema

Die Invasion der Gummiflotte

Treiben Böötler in Festlaune auf der Limmat, verkommt die Erholungszone zum Funpark. Zurück bleiben frustrierte Anwohner und viel Abfall. Mehr...

Zürich–Dietikon, ahoi!

Am Wochenende tummeln sich Hobbykapitäne auf der Limmat. Weil die Gummiboote ausverkauft sind, lassen sie sich auch auf Luftmatratzen und Gummitieren flussabwärts treiben. Mehr...

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Paid Post

Mit CallDoc clever und flexibel versichert

Lassen Sie sich rund um die Uhr medizinisch beraten – und sparen Sie dabei! Profitieren Sie vom Prämienrabatt der Grundversicherung. Jetzt Offerte anfordern.

Kommentare

Die Welt in Bildern

Kampf gegen das Aussichtslose: In Kalifornien versuchen die Feuerwehrleute immer noch das Ausmass der Buschfeuer einzugrenzen. (11. Oktober 2019)
(Bild: David Swanson) Mehr...