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FDP-Männer vom Land wollen in die Zürcher Regierung

Nach Thomas Vogel und Jörg Kündig will auch Kantonsrat Martin Farner in den Regierungsrat. Damit können die Freisinnigen zwischen drei erfahrenen Kantonsräten auswählen.

Sie möchten neben Carmen Walker Späh in den Wahlkampf um einen Sitz in der Zürcher Regierung steigen: die FDP-Kantonsräte Martin Farner (55, Oberstammheim), ...
Sie möchten neben Carmen Walker Späh in den Wahlkampf um einen Sitz in der Zürcher Regierung steigen: die FDP-Kantonsräte Martin Farner (55, Oberstammheim), ...
Dominique Meienberg
... Jörg Kündig (58, Gossau) und ...
... Jörg Kündig (58, Gossau) und ...
Doris Fanconi
Sie ist gesetzt: Carmen Walker Späh, hier am Sechseläutenumzug 2018.
Sie ist gesetzt: Carmen Walker Späh, hier am Sechseläutenumzug 2018.
Sabina Bobst
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Die freisinnigen Delegierten können sich nicht beklagen, sie hätten keine Auswahl. Der Parteivorstand hat drei Kantonsräte nominiert, von welchen einer zusammen mit Carmen Walker Späh im nächsten Frühling in den Kampf um Regierungssitze ziehen soll.

Es sind dies der 46-jährige Illnau-Effretiker Thomas Vogel, heute FDP-Fraktionspräsident im Kantonsparlament, der 58-jährige Gossauer Jörg Kündig, der auch Präsident des Zürcher Gemeindepräsidentenverbands ist, und der 55-jährige Oberstammheimer Martin Farner, auch Gemeindepräsident seiner Gemeinde.

Vogel und Kündig hatten ihr Interesse bereits angemeldet, Farner daraus bis heute ein Geheimnis gemacht. Gemeinsam ist allen, dass sie erfahrene Kantonsparlamentarier sind, vom Land kommen und Männer im besten Politikeralter sind. Vogel ist Jurist und beim Bezirksgericht Zürich angestellt, Kündig selbständiger Treuhänder und Farner Obst- und Gemüse-Unternehmer. Kündig und Farner haben langjährige Exekutiverfahrung als Gemeindepräsidenten.

Frauen haben abgesagt

Dass keine Frau unter den Nominierten figuriert, überrascht nicht, da sich zahlreiche prominente Frauen wie Doris Fiala, Beatrix Frey-Eigenmann oder Astrid Furrer frühzeitig aus dem Rennen genommen haben. Ausserdem schickt die FDP bereits mit Walker Späh eine Frau in die Regierung.

Diese ist Stadtzürcherin, weshalb zur Ausgewogenheit beiträgt, dass kein weiterer Grossstädter im Kandidatenfeld figuriert. Die Nomination findet an der Delegiertenversammlung am 4. Oktober statt. Der Parteivorstand schlägt eine Doppelkandidatur vor, wie er in einer Mitteilung von heute Mittwoch schreibt. Neben Walker Späh soll also ein weiterer Kandidat in die Hosen steigen. Theoretisch möglich – wenn auch unwahrscheinlich – ist, dass sich die FDP-Delegierten für eine Dreierkandidatur entscheiden.

Was macht Markus Kägi?

Das könnte allenfalls zum Thema werden, falls die Allianzpartnerin SVP eine für den Freisinn schwierige Kandidatur bringt, falls Markus Kägi heute Mittwochnachmittag wie erwartet seine Nicht-Wiederkandidatur bekanntgibt.

Ein FDP-Sitz wird frei, weil der heutige FDP-Regierungsrat Thomas Heiniger aus Adliswil vor ein paar Wochen angekündigt hat, nach zwölf Jahren im Amt nicht mehr antreten.

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