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Durch Verschweigen lösen sich die Probleme nicht

Wenn Medien keine Täter-Nationalitäten mehr nennen, verspielen sie ihre Glaubwürdigkeit.

Seltsam, wenn es um Steuerhinterziehung von ausländischen Kontobesitzern geht, kennen Grüne und Linke beim Datenschutz keine Skrupel. Sie würden noch so gern alle Details über die betreffenden Personen veröffentlichen. Bei Schlägern, Vergewaltigern, Dealern oder Mördern dagegen soll die Zürcher Stadtpolizei in ihren Medienmitteilungen nicht mehr die Nationalität der ansonsten anonymisierten Personen nennen dürfen. Dies fordert ein Postulat von Sozialdemokraten und Grünliberalen im Zürcher Gemeinderat; unterstützt werden sie von Grünen und Alternativen.

Warum fürchten sich Linke und Grüne vor der Nennung von Täter-Nationalitäten? Die heutige Praxis schüre Vorurteile, wird gesagt. Das Verschweigen der Nationalität beseitigt sie aber nicht. Im Gegenteil: Es schürt einen unterschwelligen Rassismus. Machen wir uns nichts vor: Wer alles Schlechte, das der Schweiz widerfährt, den Ausländern anlastet, wird durch das Verschweigen der Nationalität nicht zum Ausländerfreund.

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