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Eigentum: Wohnungen begehrter als Häuser

Laut Studien der Zürcher Statistiker sind häufig nur junge Familien an Häusern interessiert. Hingegen boomt das Stockwerkeigentum.

Von den 2500 Einfamilienhäusern, die im letzten Jahr den Besitzer wechselten, waren nur 320 Neubauten: Eine Einfamilienhaussiedlung in Baltenswil.
Von den 2500 Einfamilienhäusern, die im letzten Jahr den Besitzer wechselten, waren nur 320 Neubauten: Eine Einfamilienhaussiedlung in Baltenswil.
Keystone

Der Anstieg der Immobilienpreise im Kanton Zürich wirkt sich auf das Ortsbild vieler Gemeinden aus: Alte Einfamilienhäuser mit Umschwung werden häufig abgerissen und durch Mehrfamilienhäuser mit rentablen Eigentumswohnungen ersetzt.

Der Häuser- und Wohnungsmarkt im Kanton Zürich hat sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich verändert. Auf den Markt kommen zunehmend alte Einfamilienhäuser aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Die Bewohner kommen langsam ins Betagtenalter und entschliessen sich deshalb für einen Verkauf.

Anstieg von Stockwerkeigentum

Eine Renovation lohnt sich für die neuen Besitzer aber häufig nicht, weshalb die Objekte abgerissen und durch rentable Eigentumswohnungen ersetzt werden. Diese Entwicklung hat das Statistische Amt des Kantons Zürich mit einer Untersuchung der Handänderungen festgestellt: Von den 2500 Einfamilienhäusern, die im letzten Jahr den Besitzer wechselten, waren nur 320 Neubauten. Diesen standen 1600 Häuser gegenüber, die mindestens 25 Jahre alt waren.

Gerade an zentralen Lagen mit steigenden Landpreisen verbreite sich das Stockwerkeigentum stark, schreibt das Amt in einer Mitteilung vom Dienstag. Der Verkauf von Wohnungen sei in den letzten Jahren ein schnell realisierbares und lohnendes Unterfangen geworden.

Luxusobjekte sind häufig Wohnungen

Für die Verkäufer bieten Wohnungen einen bedeutenden Vorteil: Ihre Käufer sind viel einfacher zu finden als jene von Häusern. Dies liegt daran, dass sich Wohnungen für Menschen in verschiedenen Lebenslagen eignen – während sich Häuser fast ausschliesslich an junge Familien richten.

Auch im Luxusmarkt ist diese Entwicklung festzustellen. Teure Eigentumsobjekte sind heute nicht mehr zwangsläufig frei stehende Villen, sondern mehrheitlich Eigentumswohnungen.

SDA/pia

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