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«Zürcher» Scheich schenkt Unispital Millionen

Er war Emir von Katar, lebt inzwischen aber im Zürcher Exil: Khalifa Bin Hamad Al-Thani meint es gut mit der hiesigen Herz-Forschung, er wurde selbst schon behandelt.

Nicht gerade goldene Zeiten brechen nach der Schenkung des Scheichs aus, aber die Herzforschung wird sicher profitieren: Unispital Zürich.
Nicht gerade goldene Zeiten brechen nach der Schenkung des Scheichs aus, aber die Herzforschung wird sicher profitieren: Unispital Zürich.
Keystone

Über 11 Millionen Franken erhält die Stiftung für Herz- und Kreislaufforschung des Zurich Heart House geschenkt. Das Geld stammt von Scheich Khalifa Bin Hamad Al-Thani, dem früheren Emir von Katar. Damit will er sich für seine erfolgreiche Behandlung an verschiedenen Universitätskliniken in Zürich bedanken, wie es in einer Mitteilung der Universität heisst.

Der Scheich lebt seit nahezu 20 Jahren in der Schweiz. Sein Sohn hat ihn 1995 in einem Putsch als Staatsoberhaupt abgelöst, während er in Genf weilte. Inzwischen hat er den Wohnsitz vorwiegend im Kanton Zürich. Mit dem Geschenk wolle er auch seine Verbundenheit mit seinem Wohnkanton ausdrücken, teilt die Uni Zürich mit.

Vier neue Assistenzprofessuren

Es ist genug Geld, um vier Assistenzprofessuren zu schaffen und den Forschungsschwerpunkt für Herzkreislauferkrankungen an Universität und Unispital Zürich zu stärken. Mit den Mitteln werden in den kommenden sechs Jahren zwei Forschungsprogramme ins Leben gerufen.

Eines davon wird sich der Grundlagenforschung in der molekularen und regenerativen Kardiologie widmen. Es ist auf dem Campus Schlieren beheimatet. Das zweite Programm umfasst klinische Herzforschung am Unispital. Es kommt direkt den Patientinnen und Patienten zugute. Die Schwerpunkte liegen auf Bildgebung des Herzens mittels CT und MRI, der Frage nach den auslösenden Mechanismen und der Behandlung von Herzinfarkten und Herzinsuffizienz.

Forschungsfreiheit gewährleistet

Die vier Assistenzprofessuren werden international ausgeschrieben und sollen noch dieses Jahr besetzt werden. Die Forschungs- und Lehrfreiheit ist vollumfänglich gewährleistet, wie es in der Mitteilung heisst.

Zusätzlich wird mit den Mitteln der Schenkung ein Ausbildungsprogramm aufgebaut, um den Forschungsnachwuchs in der Schweiz und im Nahen Osten zu fördern. Der Schwerpunkt liegt auf Austauschprogrammen für Stipendiaten sowie auf Symposien und Konferenzen.

Die Stiftung für Herz- und Kreislaufforschung wurde 1994 gegründet und hat seitdem zahlreiche Nachwuchskliniker und -forscher gefördert. Sie hat bisher drei Professuren an der Universität Zürich geschaffen.

SDA/hub

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