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Ein Loch im Swissmill-Turm

Ein geplanter Weg am Limmatufer entlang hätte den 118 Meter hohen Neubau instabil gemacht. Deshalb führt er nun durchs Gebäude hindurch.

Der Turm ist erst zur Hälfte gebaut, hat die Höhe von 118 Metern aber schon erreicht. Bild: PD
Der Turm ist erst zur Hälfte gebaut, hat die Höhe von 118 Metern aber schon erreicht. Bild: PD

Der derzeit entstehende Turm in Zürich West ist nicht nur das höchste Getreidesilo der Welt, es sollte auch baulich etwas Besonderes sein: Statt auf einem massiven Sockel zu stehen, sollte es auf der Seite der Limmat ursprünglich ganz unten eine 1,5 Meter breite Galerie aufweisen. Dies, damit dort Platz bleibt für einen geplanten Uferweg der Limmat entlang.

Überprüfungen während des Baus haben nun aber gezeigt, dass ein seitlich angeknabberter Sockel den Turm instabil gemacht hätte, wie die NZZ berichtet. Sie spricht von «statischen Problemen». Die Bauherrin Coop-Immobilien hat deshalb entscheiden, die Galerie nicht zu realisieren. Stattdessen musste sie eine andere Lösung finden, um Platz für den Fussweg zu schaffen.

Nicht erlaubt ist es ihr, diesen auf einem Steg über der Limmat ums Gebäude herumzuführen – eine solche Lösung hat der Kanton von Anfang an ausgeschlossen. Coop-Immobilien muss deshalb nun einen Tunnel für die Fussgänger bauen, der an der betreffenden Ecke durch den Sockel hindurch führt. Die Bausektion des Zürcher Stadtrats hat diese Lösung laut dem Bericht bewilligt.

Schwierig sauber zu halten

Die Bauherrin dürfte der Tunnel noch einiges kosten, abgesehen von Planung und Bau. Der Grund: Sie ist unter anderem auch für die Reinigung verantwortlich. Diese dürfte aufwendig werden, weil der Durchgang im rechten Winkel abzweigt, was ein maschinelles Putzen verhindert. Für die Allgemeinheit wird der Tunnel vorerst geschlossen bleiben. Er geht erst auf, wenn der ganze Limmatuferweg bis zum Escher-Wyss-Platz fertig gebaut ist.

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