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Ein Schock mit Ansage

Der Triumph des bürgerlichen Fünfertickets in der Regierungsratswahl ist weniger spektakulär, als man meinen könnte. Pikant wird er erst durch die gegenläufige Entwicklung in der Stadt Zürich.

Marius Huber

Die CVP zahlt den Grünen den Abwahlschock von 2011 heim. Damals war Martin Graf der Triumphator, der in einer unfreundlichen Übernahme den christdemokratischen Sitz von Hans Hollenstein wegschnappte. Vier Jahre später erlebt der gleiche Martin Graf, wie sich sein Kontrahent damals gefühlt haben muss. Die Staatsanwältin Silvia Steiner holt deutlich mehr Stimmen als er und wird letztlich sogar relativ komfortabel gewählt – ein Coup, den man ihr lange nicht zugetraut hätte.

Die Parallelen zur letzten Wahl sind frappant. Damals wie heute glauben die Unterlegenen mit gutem Grund, dass sie sich nichts Entscheidendes vorwerfen müssen. Dass sie vielmehr Opfer von übergeordneten Trends geworden sind. War es damals Fukushima, ist es nun die Aufgabe des Euro-Mindestkurses am 15. Januar. Die wirtschaftlichen Bedenken in der Bevölkerung liessen die ökologischen seither in den Hintergrund treten.

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