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Ein Signal für den sozialen Frieden

Dass der Kanton Zürich die Sozialhilfe-Richtlinien der Skos weiterhin anwendet und keine schärferen Regeln aufstellt, ist zu begrüssen – doch der Druck auf die Sozialhilfe bleibt.

Der Kanton Zürich wird auch in Zukunft die geltenden Sozialhilfe-Richtlinien der Skos anwenden und keine eigenen, schärferen Regeln erlassen, wie dies SVP und FDP verlangten. Der Kantonsrat hat dem Ansinnen gestern mit 96:73 Stimmen eine Abfuhr erteilt.

Das ist gut so. Ein Zürcher Alleingang hätte eine nicht zu unterschätzende Signalwirkung gehabt: Er hätte einem Wettbewerb der Kantone um möglichst tiefe Sozialhilfe-Ansätze Tür und Tor geöffnet. Ein solcher Wettbewerb gefährdet den sozialen Frieden, heizt den teils grotesken Neid auf jene an, die auf staatliche Hilfe angewiesen sind, und drängt sie ­weiter an den Rand – eine Negativspirale wäre die Folge. Und das kann dieses Land nicht brauchen.

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