Zum Hauptinhalt springen

«Eine Anfechtungswelle wird das nicht auslösen»

Obwohl das heutige Bundesgerichtsurteil richtungsweisend ist: Felicitas Huggenberger vom Zürcher Mieterverband hält die Ängste der Hauseigentümer für überzogen.

Das Bundesgericht hat die Hürden für eine Klage gegen hohe Anfangsmieten deutlich herabgesetzt. Kann jetzt jeder Mieter klagen, der findet, seine Miete sei überrissen?

So ist das natürlich nicht. Wer gegen eine überrissene Anfangsmiete vorgehen will, muss die Anfangsmiete innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsunterzeichnung bei der Schlichtungsbehörde anfechten. Der entscheidende Unterschied zur bisherigen Rechtspraxis besteht darin, dass ein Mieter nicht mehr aufwändig nachweisen muss, dass es ihm persönlich nicht möglich war, eine günstigere Wohnung zu finden. Das Bundesgericht erkennt die Wohnungsnot im Kanton Zürich als objektive Tatsache an, die ein Mieter nicht mehr aufwändig beweisen muss.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.