Nun löst die App für ZVV-Fahrer das richtige Ticket

Der Zürcher Verkehrsverbund präsentiert die neuen Check-in-Tickets: Warum An- und abmelden per Handy schon genügen.

«Tages-Anzeiger»-Reporter Ruedi Baumann testet die ZVV-App zum lösen von Tickets.
(Video: Lea Blum und Ruedi Baumann)

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Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) führt die neue Funktion seiner Ticket-App ab sofort als Markttest ein, wie er am Mittwoch mitteilte. In einer ersten Phase fokussiert er sich auf das Einzelreisesortiment und auf sein Verbundsgebiet: In der App sind alle ZVV-Fahrausweise wie Einzeltickets, Tageskarten oder auch der Nachtzuschlag integriert. Auch Anschlussbillette kann die App automatisch lösen – wenn das Abo hinterlegt ist.

In einer zweiten Phase, die in wenigen Wochen beginnen soll, sind mit dem Check-in-Ticket des ZVV dann auch Reisen in der ganzen Schweiz möglich. Der Markttest ist mit dem schweizweiten Programm «ÖV-Ticket 2020» der ÖV-Branche abgestimmt, und die Erkenntnisse fliessen in die Entwicklung der national geltenden Standards für das automatische Ticketing ein.

Datenschützer gibt grünes Licht

Das neue System funktioniert simpel: Vor der Fahrt checken sich die Reisenden in der App ein- und zum Abschluss wieder aus. Anhand von Ortungsdiensten und Fahrplandaten wird ihre Reise unterwegs automatisch erfasst. Der ZVV greift dabei auf die bestehende Lösung «lezzgo» der BLS AG zurück, die er in seine App integriert hat.

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Danach erhält der Fahrgast sofort eine Bestätigung und ihm wird das benötigte Ticket angezeigt. Abgerechnet wird am Schluss: Die App kalkuliert bei mehreren Fahrten am gleichen Tag, ob eine Tageskarte die bessere Option wäre, wie es weiter heisst.

Laut ZVV hat der kantonale Datenschützer die App und insbesondere die neue Funktion geprüft und freigegeben. Die Daten würden ausschliesslich zugunsten des Vertriebs, der korrekten Abrechnung und der allfälligen Nachbearbeitung bei Kundenanfragen erhoben, ihre Aufbewahrung erfolge nach den geltenden Bestimmungen, heisst es weiter.

Neue Tageskarte für Check-in-Kunden

Da sich die ÖV-Branche auf nationaler Ebene geeinigt hat, dass beim automatischen Ticketing pro Kalendertag abgerechnet wird, kann die bestehende 24-Stunde-Karte des ZVV nicht verwendet werden. Der ZVV hat deshalb in der Check-in-Funktion die «Tageskarte Kalendertag» eingeführt, die aufgrund der zeitlich eingeschränkten Gültigkeit 10 Prozent günstiger ist als die 24-Stunden-Karte.


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(sda)

Erstellt: 04.04.2018, 10:23 Uhr

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