Zum Hauptinhalt springen

Eine Magenweide

Wurzeln zum Knabbern, Blätter, die nach Gurken schmecken. Eine Exkursion im Säuliamt zeigt: Der Speisezettel unserer Vorfahren war erstaunlich – und manchmal gefährlich.

Wie riechts? Routinierte Sammler setzen Augen, Nase und Gaumen ein, um festzustellen, ob ein Gras oder ein Blatt geniessbar ist.
Wie riechts? Routinierte Sammler setzen Augen, Nase und Gaumen ein, um festzustellen, ob ein Gras oder ein Blatt geniessbar ist.
Sabina Bobst
Die Dosis macht das Gift: Die Ärztin Helena Pajtler-Zingg zeigt den Exkursionsteilnehmerinnen und -teilnehmern, worauf sie beim Verzehr von Beeren achten müssen.
Die Dosis macht das Gift: Die Ärztin Helena Pajtler-Zingg zeigt den Exkursionsteilnehmerinnen und -teilnehmern, worauf sie beim Verzehr von Beeren achten müssen.
Sabina Bobst
Vermeintlich Unkraut: Viele Gärtner ärgern sich über den wuchernden Giersch. Dabei schmecken seine jungen Blätter wie Spinat und die reifen Früchte haben einen feinen Fenchelgeschmack.
Vermeintlich Unkraut: Viele Gärtner ärgern sich über den wuchernden Giersch. Dabei schmecken seine jungen Blätter wie Spinat und die reifen Früchte haben einen feinen Fenchelgeschmack.
PD
1 / 12

«Hochgiftig», sagt die Ärztin. «Ein starkes Zellgift», warnt sie nochmals, während sie an der Eibe herumzupft. Dann pflückt sie eine der schön roten Beeren und steckt sie in den Mund. Helena Pajt­ler-Zingg, Doktor der Medizin, überlebt. Auch weil sie daran denkt, sofort den kleinen Kern der Beere auszuspucken. Der Samenmantel ist zuckersüss – «ein Energieschub beim Wandern» –, der Kern aber ist giftig, wie Nadeln und Holz der Eibe auch.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.