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Eklat am Evolutionsschwindel-Vortrag

Harun Yahya hält Darwins Evolutionstheorie für Teufelswerk. Doch als seine Gefolgsleute im Kongresshaus für seinen Glauben missionierten, wurden sie von Publikum beschimpft.

Schon seit Wochen kündigten Plakate die Grossveranstaltung mit dem Namen «Evolutionsschwindel» an. Dahinter steckt die weltweit tätige islamische Bewegung um Adnan Oktar alias Harun Yahya. Der türkische Autor hat Millionen von Büchern verkauft und führt einen missionarischen Feldzug für Allah und gegen die Evolutionstheorie. Am Samstag wollte der Missionar erklären, dass sich Muslime und Christen unter den «wahren moralischen Werten der Religion versammeln» würden.

Yahya selbst ist nicht zum Vortrag erschienen. Er entsandte seine Gefolgsleute, darunter Oktar Babuna. Nach zehn Minuten kam es schliesslich zu einem Eklat – im Rahmen einer geplanten Aktion standen rund 70 Kritiker auf und verliessen den Saal. Nicht geplant waren allerdings auch harsche Wortmeldungen aus dem Publikum. Ein Zuhörer schimpfte: «Sie sollten sich schämen für den Bullshit, den Sie erzählen.» Babuna wies die Kritiker aus dem Saal. Ein Video, das am Wochenende auf Youtube publiziert wurde, zeugt davon.

Yahya ist eine schillernde Figur. Er sass schon mehrfach im Gefängnis oder einer psychiatrischen Anstalt, wo angeblich Schizophrenie diagnostiziert wurde. Für ihn und seine Anhänger stecken dahinter Verleumdungen und Komplotte seiner Gegner. (sta/fsc)

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