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Ermittlungen gegen sechs weitere Stadtpolizisten

Die Korruptionsaffäre bei der Zürcher Stadtpolizei weitet sich aus. Inzwischen wird gegen elf Beamte ermittelt.

Razzia im Chilli's: In diesem Zürcher Club an der Müllerstrasse wurden 9 Personen verhaftet.
Razzia im Chilli's: In diesem Zürcher Club an der Müllerstrasse wurden 9 Personen verhaftet.
Simon Eppenberger
Weitreichende Folgen: Nach Hausdurchsuchungen bei den bereits Verhafteten kam es auch zur Festnahme von fünf Mitarbeitern der Zürcher Stadtpolizei.
Weitreichende Folgen: Nach Hausdurchsuchungen bei den bereits Verhafteten kam es auch zur Festnahme von fünf Mitarbeitern der Zürcher Stadtpolizei.
Simon Eppenberger
Keine Namen, viele Zimmer: Klingeln im «Hotel», in dem die Prostituierten arbeiteten.
Keine Namen, viele Zimmer: Klingeln im «Hotel», in dem die Prostituierten arbeiteten.
Simon Eppenberger
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Wie die Sprecherin der Oberstaatsanwaltschaft, Corinne Bouvard, gegenüber der NZZ bestätigt, wird gegen insgesamt elf der 17 Zürcher Stadtpolizisten der Abteilung Milieu-/Sexualdelikte ermittelt. Im Zentrum der Untersuchungen gegen die sechs weiteren Beamten steht eine Einladung ans Zürcher Oktoberfest auf dem Bauschänzli im vergangenen Jahr. Die Strafverfahren wurden wegen Verdachts auf passive Bestechung respektive wegen Vorteilnahme eingeleitet, schreibt die NZZ am Mittwoch.

Die Ermittlungsbehörden wurden im Rahmen der Untersuchungen gegen fünf Stadtpolizisten in einem Korruptionsfall im Zürcher Rotlichtmilieu auf die Einladung zum Oktoberfest aufmerksam. Offenbar seien neben den Hauptverdächtigen sechs weitere Beamte der Einladung zum Fest gefolgt, die vom Wirt des Schweizerdegens ergangen sei. Das Restaurant im Zürcher Langstrassenquartier gilt als Milieulokal.

Die sechs Polizisten, gegen die nun ebenfalls ermittelt wird, sind weiterhin im Dienst. «Aus unserer Sicht geht es höchstens um einen einmaligen Verstoss gegen eine interne Dienstvorschrift», sagt Polizeisprecher Marco Cortesi gegenüber der Zeitung. Diese schreibt vor, dass Stadtpolizisten keine Geschenke im Wert von mehr als 50 Franken annehmen dürfen. Ansonsten müsste eine Bewilligung eingeholt werden.

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