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«Es ist, wie wenn man aus dem Fenster gestossen wird»

Wenn Kinder schwer erkranken, wäre es wichtig, dass man sich auch um die Eltern kümmert. Im Spital geht das gern vergessen, wie eine Studie zeigt.

«Es ist ein unbeschreibliches, schlimmes Gefühl»: Ein Säugling nach einer Herzoperation im Kinderspital.
«Es ist ein unbeschreibliches, schlimmes Gefühl»: Ein Säugling nach einer Herzoperation im Kinderspital.
Gaetan Bally, Keystone

«Ich habe mir immer vorgestellt, dass ich ein gesundes Kind bekomme, und jetzt ist es endlich da. Ich habe mich so darauf gefreut, und das Erste, was man mir sagt, ist, dass mein Kind todkrank ist und am Herzen operiert werden muss.»

Für Eltern ist eine solche Diagnose ein Schock, das erleben Ärzte im Kinderspital Zürich immer wieder. Sie können in dieser Phase keinen rechten Kontakt mit ihnen aufnehmen. Die Eltern geraten in einen Strudel, sie funktionieren dann einfach, und zwar relativ lange. Aber wenn das vorbei ist, in der posttraumatischen Phase, zerbricht vieles. Es entstehen Krisensituationen in den Familien, zwischen den Partnern, mit den Geschwisterkindern. Die Eltern erkennen, dass ihr Leben anders weitergehen wird, als sie es sich vorgestellt hatten. Vielleicht ist es nicht mehr möglich, dass beide arbeiten gehen.

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