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Fall Mörgeli: Wie es nach dem Rücktritt des Rektors weitergeht

Nach dem Abgang von Rektor Andreas Fischer ist sein vorübergehender Nachfolger nur kurz im Amt. Der Universitätsrat kritisiert die Weitergabe von Telefon- und E-Mail-Daten als fragwürdig.

Christoph Mörgeli (rechts) mit dem Zürcher Gemeinderat Mauro Tuena an der 26. Albisgütli-Tagung in Zürich (17. Januar 2014).
Christoph Mörgeli (rechts) mit dem Zürcher Gemeinderat Mauro Tuena an der 26. Albisgütli-Tagung in Zürich (17. Januar 2014).
Walter Bieri, Keystone
Der Wurmforscher ist bereits ab Februar 2014 Rektor der Universität Zürich.
Der Wurmforscher ist bereits ab Februar 2014 Rektor der Universität Zürich.
zvg/Uni Zürich
11. September 2012: Der «Tages-Anzeiger» veröffentlicht Auszüge aus einem internen Bericht der Universität Zürich. Der Bericht erhebt schwere Vorwürfe an Christoph Mörgeli. (Bild: Im Medizinhistorischen Museum am 10. September 2012)
11. September 2012: Der «Tages-Anzeiger» veröffentlicht Auszüge aus einem internen Bericht der Universität Zürich. Der Bericht erhebt schwere Vorwürfe an Christoph Mörgeli. (Bild: Im Medizinhistorischen Museum am 10. September 2012)
Sabina Bobst
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Nachdem der Universitätsrat am Freitag getagt hatte, teilte er am Montag mit, wie die Uni Zürich im Fall Mörgeli weiter agieren werde. Im Fokus steht dabei nicht nur der Rücktritt von Andreas Fischer als Rektor. Dieser ist vom Rat formell genehmigt worden. Sein bisheriger Stellvertreter Otfried Jarren wird ad interim eingesetzt – allerdings nur bis Ende Januar 2014.

Ab 1. Februar übernimmt der designierte Rektor Michael Hengartner das Amt. Fischers Rücktritt sei «mit Bedauern» zur Kenntnis genommen worden. «Der Entscheid ist Ausdruck seiner hohen Ansprüche an sich selber und verdient Respekt», schreibt der Unirat in einer Mitteilung. Andreas Fischer leitete seit August 2008 als Rektor die Universität.

Hengartner wird sein Amt vorzeitig antreten. Ursprünglich war vorgesehen, dass er nach dem regulären Abgang von Fischer Ende Juli zum Rektor wird. Ziel der neuen Leitung sei es, «im Dialog mit allen Beteiligten Vertrauen zu schaffen und Transparenz herzustellen». Der Universitätsrat begrüsse die Gespräche zwischen Vertretern der Universitätsleitung und des akademischen Protests sowie den Studierenden.

Zum Kündigungsverfahren und zum Verzicht auf Lohnrückforderung und Titelaberkennung bei Iris Ritzmann teilt der Unirat mit, eine allfällige Neubeurteilung der Situation durch die Universitätsleitung und den Universitätsrat erfolge gestützt auf die Ergebnisse der laufenden Verfahren.

Weiter hat der Rat Folgendes beschlossen:

Führungsorganisation

Im Zuge der Entlassung von Christoph Mörgeli leitete der Universitätsrat im Oktober 2012 eine Verbesserung der Führungsorganisation der Universität ein. Dieser Prozess wird aufgrund der jüngsten Ereignisse verstärkt vorangetrieben – unter externer Leitung und gemeinsam von Unirat und -leitung. Die neue Organisation der Führung soll im kommenden Jahr umgesetzt werden.

Weitergabe der Telefon- und E-Mail-Daten

Der Universitätsrat habe sich von der Universitätsleitung über die Erhebung und Weitergabe der betreffenden Daten auf Aufforderung der Staatsanwaltschaft informieren lassen. Dabei seien einige Fragen offen geblieben, «insbesondere auch bezüglich der Verhältnismässigkeit des Vorgehens der Universität». Mit der Klärung dieser Fragen wird eine aussenstehende Fachperson beauftragt.

Neupositionierung des Medizinhistorischen Instituts

Mit dem Amtsantritt von Flurin Condrau als neuem Vorsteher des Medizinhistorischen Instituts war der Anspruch verbunden, das Institut auf die neueren Entwicklungen in der Medizingeschichte auszurichten. Der Universitätsrat fordert die Universitätsleitung auf, eine Neupositionierung des Instituts an der Schnittstelle von Medizinischer Fakultät und Philosophischer Fakultät zu prüfen, wie es in der Mitteilung heisst.

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