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Falsche Reaktion

Die einzige sinnvolle Reaktion im Fall Glarner wäre eine Rüge.

Die Zürcher SVP versucht, aus der hässlichen Facebook-Aktion von Nationalrat Andreas Glarner Kapital zu schlagen. Sie will die Dispensationsregeln an der Zürcher Volksschule ändern, indem sie die Jokertage infrage stellt. Das ist unschön und vor allem unklug. Die SVP hat sich zwar immer gegen die Jokertage gewehrt, doch an den Zürcher Schulen gibt es wohl keine Neuerung, die beliebter ist als die Jokertage.

Zudem soll der SVP-Vorstoss ein Problem lösen, das gar nicht existiert. Wer will denn schon bestreiten, dass hohe religiöse Feiertage schulfrei sein sollen? Niemand. Im Fall Glarner gäbe es für die Zürcher SVP darum nur eine sinnvolle Reaktion: eine Rüge ohne Wenn und Aber. Denn der Aargauer versucht mit seinem Angriff auf dem Buckel einer rechtschaffenen Zürcher Lehrerin nur, sich persönlich zu profilieren. Das können auch die Wählerinnen und Wähler der Zürcher SVP nicht gutheissen.

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