Fast kollidiert: Kleinflugzeuge trennten nur noch 20 Meter

Kurz nach dem Start in Hausen am Albis kam es beinahe zu einem Flugunglück zwischen zwei Flugzeugen.

Hier hob das Schleppflugzeug ab: Der Flugplatz in Hausen am Albis.

Hier hob das Schleppflugzeug ab: Der Flugplatz in Hausen am Albis. Bild: Keystone

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Bei Baar ist es im April fast zu einer Kollision zwischen einem Kleinflugzeug und einem Kleinflugzeug mit Segelflugzeug gekommen. Der kleinste Abstand betrug nur gerade mal 20 Meter. Vor der Fastkollision hatte der Schleppzug mit Flügelwackeln versucht, auf sich aufmerksam zu machen.

Der Schleppzug – ein einmotoriges Leichtflugzeug und ein einsitziges Segelflugezug – startete am 7. April um 14.30 Uhr vom Flugplatz Hausen am Albis, wie die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) zum schweren Vorfall in ihrem am Freitag veröffentlichten summarischen Bericht schreibt.

Gleichzeitig flog ein zweimotoriges Leichtflugzeug mit sechs Plätzen vom Flugplatz Buochs zum Flughafen Zürich. In diesem sassen ein Pilot und ein Passagier. Nach vier Minuten in der Luft überflog der Schleppzug Baar. Etwas weiter südlich erblickte der Segelflugpilot auf der vorderen rechten Seite ein schnell bewegendes Flugzeug und machte den Schlepppiloten über Funk darauf aufmerksam.

Warnsignal nicht aufgefallen

Der Schlepp- und Segelflugpilot versuchten darauf mit kurzem, mehrmaligem Flügelwackeln auf sich aufmerksam zu machen - dies aber erfolglos. Der Segelflugpilot verringerte zudem seine Steigrate. Schliesslich kreuzte das Kleinflugzeug mit einem geschätzten Abstand von 20 Metern direkt oberhalb den Flugweg des Segelflugzeuges. Der Pilot dieses Kleinflugzeuges gab nach dem Flug an, dass er und sein Passagiere mehrere Flugzeuge im Raum Hausen am Albis gesehen hätten. Den Schleppzug hatten sie aber offensichtlich nicht wahrgenommen.

Der Pilot hatte vor diesem Flug sein Flugzeug mit einem Kollisionswarngerät nachrüsten lassen. Auch das Schleppflugzeug und das Segelflugzeug waren mit einem solchen Warngerät ausgerüstet.

Allen drei Piloten war aber keine Anzeige oder Warnung auf ihrem Gerät aufgefallen. Ob eine solche in einem der Flugzeuge ausgegeben wurde, konnte nicht abschliessend ermittelt werden, wie es weiter heisst. (sda)

Erstellt: 23.11.2018, 11:04 Uhr

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