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Flughafen Zürich greift härter gegen Pöbler durch

Ab sofort sorgt ein neuer Sicherheitsdienst am Flughafen für Ordnung, die SIP Züri verliert den Auftrag. Wer gegen die Hausordnung verstösst, wird künftig strikt weggewiesen.

Neues Regime am Flughafen Zürich: Eine Sicherheitsfirma soll härter gegen Personen vorgehen, die auffallen und gegen die Hausordnung verstossen.
Neues Regime am Flughafen Zürich: Eine Sicherheitsfirma soll härter gegen Personen vorgehen, die auffallen und gegen die Hausordnung verstossen.
Sabina Bobst

Ein gelber Aushang informiert: Wegen unsachgemässer Benutzung ist die Smoking Lounge am Flughafen Zürich geschlossen. Unsachgemässe Benutzung? Ein Flughafen-Mediensprecher übersetzt: «Da es immer wieder zu Sachbeschädigungen, groben Verschmutzungen und zur Nutzung durch Personen und Gruppen gekommen war, die sich nicht an die Hausordnung gehalten haben, musste diese Smoking Lounge des Airport Center vorübergehend geschlossen werden.»

Das Beispiel der Smoking Lounge im öffentlichen Bereich des Flughafens Zürich ist kein Einzelfall. Sachbeschädigungen, Diebstähle, grobe Verschmutzungen, Belästigungen durch Personen oder Gruppen hätten am Flughafen Zürich in letzter Zeit stark zugenommen, berichtete auch das Fachportal «Travel Inside». Deshalb gibt es jetzt einen Regimewechsel am Flughafen Zürich: «Ab heute kommt für Personen, die sich nicht bestimmungsgemäss am Flughafen aufhalten oder gegen die Hausordnung verstossen, ein strikteres Vorgehen zur Anwendung», sagt Flughafensprecher Philipp Bircher zum «Blick». Personen würden neuerdings konsequent weggewiesen.

Wer sind die Unruhestifter?

Der Flughafen hat die Sicherheitsfirma Securitrans Public Transport Security AG beauftragt, regelmässige Kontrollgänge im öffentlichen Bereich des Flughafens durchzuführen. Falls nötig sei der Sicherheitsdienst angewiesen, die Kantonspolizei oder die Sozialwerke Pfarrer Sieber hinzuziehen.

Wer für die Unruhe am Flughafen verantwortlich ist, wollen die Verantwortlichen nicht sagen. Genaue Zahlen nennt Flughafen Sprecher Bircher im «Blick» nicht. Die Probleme hätten aber besonders ab dem Spätherbst 2016 und in den ersten Monaten 2017 zugenommen. Bei Kontrollen und Wegweisung werde die Firma mit dem nötigen Augenmass vorgehen, so Bircher.

Vertrag mit SIP beendet

Bevor heute Montag die Sicherheitsfirma Securitrans Public Transport Security AG die Kontrollen am Flughafen übernommen hat, war seit Mitte 2015 die SIP Züri vor Ort und kümmerte sich um Randgruppen und Obdachlose. Wieso die Flughafendirektion den Vertrag mit der SIP Züri per Ende Juni 2017 auslaufen liess, bleibt unklar. «Wir können aufgrund des beendeten Auftragsverhältnisses keine Auskunft geben», antwortet SIP Züri dem «Blick». SIP steht für «Sicherheit, Intervention, Prävention». Ein- bis dreimal pro Woche patrouillierten die Sozialarbeiter in der Nacht durch den Flughafen. Offenbar reichte das nicht mehr.

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