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Flugplatz Dübendorf: «Entscheide des Bundes sind zu akzeptieren»

Auch nach der Abstimmung zur Zukunft des Flugplatzes hält der Zürcher Regierungsrat an den bisherigen Plänen fest.

Im Airforce Center in Dübendorf haben sich heute Sonntag die Befürworter des Werkflugplatzes versammelt.
Im Airforce Center in Dübendorf haben sich heute Sonntag die Befürworter des Werkflugplatzes versammelt.
Pascal Unternährer
Diese sind glücklich übers Abstimmungsresultat: Alle drei Anrainergemeinden haben ihrer Vorlage des «historischen Werkflugplatzes» angenommen. Im Bild: Dübendorfs Stadtpräsident Lothar Ziörjen (BDP, rechts) und Jean-Philippe Pinto (CVP), Gemeindepräsident von Volketswil.
Diese sind glücklich übers Abstimmungsresultat: Alle drei Anrainergemeinden haben ihrer Vorlage des «historischen Werkflugplatzes» angenommen. Im Bild: Dübendorfs Stadtpräsident Lothar Ziörjen (BDP, rechts) und Jean-Philippe Pinto (CVP), Gemeindepräsident von Volketswil.
Pascal Unternährer
Martin Bäumle (GLP), Finanzvorsteher von Dübendorf,spricht von einem grandiosen Resultat: «Jetzt muss der Bund auf unser Konzept umschwenken», sagt er.
Martin Bäumle (GLP), Finanzvorsteher von Dübendorf,spricht von einem grandiosen Resultat: «Jetzt muss der Bund auf unser Konzept umschwenken», sagt er.
Pascal Unternährer
«Mr. Business-Airport»: Urs Brütsch ist CEO der Flugplatz Dübendorf AG. Er will trotz Volksverdikt weitermachen, zumal er die Rückendeckung des Bundes hat.
«Mr. Business-Airport»: Urs Brütsch ist CEO der Flugplatz Dübendorf AG. Er will trotz Volksverdikt weitermachen, zumal er die Rückendeckung des Bundes hat.
Pascal Unternährer
Der Flugplatz Dübendorf erstreckt sich über ein Gelände von 2,5 Quadratkilometern.
Der Flugplatz Dübendorf erstreckt sich über ein Gelände von 2,5 Quadratkilometern.
PD
Studie für den geplanten Innovationspark: Am 27. August 2014 präsentierten der damalige Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP) und Baudirektor Markus Kägi (SVP) die städtebauliche Studie, welche die Basis für den kantonalen Gestaltungsplan bildet.
Studie für den geplanten Innovationspark: Am 27. August 2014 präsentierten der damalige Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP) und Baudirektor Markus Kägi (SVP) die städtebauliche Studie, welche die Basis für den kantonalen Gestaltungsplan bildet.
Staatskanzlei Kanton Zürich
Überbauung mit «Säntisachse» im «Götterbogen»: Ausgangspunkt des Innovationspark-Projekt von Hosoya Schaefer ist der Eingang zum Flughafen an der Ecke Wangenstrasse/Rechweg – auch «Götterbogen» genannt. Die Aussicht in Richtung Säntis soll auf dem Flugplatz Dübendorf dauerhaft freigehalten werden.
Überbauung mit «Säntisachse» im «Götterbogen»: Ausgangspunkt des Innovationspark-Projekt von Hosoya Schaefer ist der Eingang zum Flughafen an der Ecke Wangenstrasse/Rechweg – auch «Götterbogen» genannt. Die Aussicht in Richtung Säntis soll auf dem Flugplatz Dübendorf dauerhaft freigehalten werden.
Staatskanzlei Kanton Zürich
Geht es nach FDP-Nationalrat Ruedi Noser, entsteht nach dem Abzug der Armee...
Geht es nach FDP-Nationalrat Ruedi Noser, entsteht nach dem Abzug der Armee...
TA-Archiv
... ein Innovationspark.
... ein Innovationspark.
zvg
Heikle Lage des Flugplatzes: Das Gelände liegt in der Landwirtschaftszone. Darin befinden sich zum Teil Fruchtfolgeflächen.
Heikle Lage des Flugplatzes: Das Gelände liegt in der Landwirtschaftszone. Darin befinden sich zum Teil Fruchtfolgeflächen.
gis.zh.ch
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts sind auf dem Gelände die Flieger zu Hause.
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts sind auf dem Gelände die Flieger zu Hause.
PD
Ursprünglich war Dübendorf der Heimflughafen der Swissair.
Ursprünglich war Dübendorf der Heimflughafen der Swissair.
PD
Schon früh realisierten Pioniere in Dübendorf ihre Träume. Ein Beispiel dafür ist Auguste Piccard, der mit seinem Ballon vom Flugplatz aus in die Stratosphäre abhob.
Schon früh realisierten Pioniere in Dübendorf ihre Träume. Ein Beispiel dafür ist Auguste Piccard, der mit seinem Ballon vom Flugplatz aus in die Stratosphäre abhob.
PD
Der jüngste Rekordhalter von Dübendorf ist Carlo Schmid: Der Schweizer Pilot flog allein in 80 Tagen um die Welt.
Der jüngste Rekordhalter von Dübendorf ist Carlo Schmid: Der Schweizer Pilot flog allein in 80 Tagen um die Welt.
Keystone
Auch er hat mit seinem Solarflieger auf dem Flugplatz Dübendorf Geschichte geschrieben: Bertrand Piccard (r.) mit Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger.
Auch er hat mit seinem Solarflieger auf dem Flugplatz Dübendorf Geschichte geschrieben: Bertrand Piccard (r.) mit Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger.
Keystone
Ein Stück Luftfahrtgeschichte ist heute noch in Dübendorf heimisch: Die Ju-52.
Ein Stück Luftfahrtgeschichte ist heute noch in Dübendorf heimisch: Die Ju-52.
Keystone
Ebenfalls in Dübendorf stationiert ist die Rega.
Ebenfalls in Dübendorf stationiert ist die Rega.
Keystone
Der Flugplatz Dübendorf wird immer wieder als Veranstaltungsort genutzt. So auch 2006, als die Rolling Stones dort auftraten.
Der Flugplatz Dübendorf wird immer wieder als Veranstaltungsort genutzt. So auch 2006, als die Rolling Stones dort auftraten.
Keystone
Oder als Michael Albasini (l.) mit seinem Team Swiss Celebrity (hier im Gespräch mit Doppel-Olympiasieger Simon Ammann) an der Red-Bull-Jungfrau-Stafette 2010 teilnahm.
Oder als Michael Albasini (l.) mit seinem Team Swiss Celebrity (hier im Gespräch mit Doppel-Olympiasieger Simon Ammann) an der Red-Bull-Jungfrau-Stafette 2010 teilnahm.
Keystone
Jedes Jahr finden zudem die Biker des Love Ride den Weg zum Flugplatz Dübendorf.
Jedes Jahr finden zudem die Biker des Love Ride den Weg zum Flugplatz Dübendorf.
Keystone
Während des WEF nutzen die Staatsmänner den Flugplatz Dübendorf als Parkplatz für ihre Jets.
Während des WEF nutzen die Staatsmänner den Flugplatz Dübendorf als Parkplatz für ihre Jets.
Keystone
Radquer «Flüüger-Quer» in Dübendorf.
Radquer «Flüüger-Quer» in Dübendorf.
Gesa Lüchinger
Zukunftsvisionen hat aber nicht nur Nationalrat Ruedi Noser. Einer Architektengruppe schwebt die Glattalstadt vor.
Zukunftsvisionen hat aber nicht nur Nationalrat Ruedi Noser. Einer Architektengruppe schwebt die Glattalstadt vor.
PD
Der Thinktank Denk-Allmend für den Flugplatz Dübendorf hat zudem Zukunftsideen gesammelt. Die Juroren haben vier Visionen prämiert. Auf dem 3. Platz haben die Juroren die Vision «Flex» rangiert.
Der Thinktank Denk-Allmend für den Flugplatz Dübendorf hat zudem Zukunftsideen gesammelt. Die Juroren haben vier Visionen prämiert. Auf dem 3. Platz haben die Juroren die Vision «Flex» rangiert.
zvg
Auf den 2. Platz setzt die Jury das Projekt «Ein Moment Klarheit». Dieses will das gesamte Areal des Flugplatzes Dübendorf mit einer spiegelnden Fläche überziehen. Dadurch werde der Ort aufgehoben und gleichzeitig unendlich gross.
Auf den 2. Platz setzt die Jury das Projekt «Ein Moment Klarheit». Dieses will das gesamte Areal des Flugplatzes Dübendorf mit einer spiegelnden Fläche überziehen. Dadurch werde der Ort aufgehoben und gleichzeitig unendlich gross.
zvg
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Der Entscheid an der Urne in Dübendorf, Wangen-Brüttisellen und Volketswil für eine alternative Nutzung des Flugplatzes Dübendorf bleibt zahnlos: Der Zürcher Regierungsrat bekräftigt nach der Abstimmung in den Anrainergemeinden seine Absicht, die geplante Business Aviation zu unterstützen.

Allerdings erklärt der Regierungsrat, der Bund habe sich bereit erklärt, im Rahmen des SIL-Prozesses auf Bedürfnisse und Anliegen der Standortgemeinden einzugehen, wie in er einer Mitteilung von heute Donnerstag schreibt.

Am Konzept für den Flugplatz Dübendorf ändert dies nichts. Zwar haben die drei Anrainergemeinden am vergangenen Sonntag ein Alternativkonzept deutlich angenommen, das einen Flugbetrieb ohne Geschäfts- oder Sportfliegerei vorsieht und die Flugbewegungen auf jährlich 20'000 begrenzen will.

Grunsatzentscheide akzeptieren

Der Regierungsrat weist jedoch darauf hin, dass der Bund das Konzept bereits geprüft und es im März 2017 verworfen habe. Der Bund hatte im Jahr 2014 beschlossen, dass der Militärflugplatz Dübendorf als ziviles Flugfeld mit Business Aviation betrieben werden wird.

Daran ändert auch die jüngste Abstimmung nichts. «Die Grundsatzentscheide des Bundes zum SIL sind zu akzeptieren», schreibt der Regierungsrat in der Mitteilung. Allerdings erwähnt er, dass der Bund eine breite Akzeptanz der künftigen Nutzung anstrebe und dafür die verschiedenen Interessen berücksichtigt werden müssten.

Die drei Anrainergemeinden haben bereits in einer gemeinsamen Mitteilung auf die Haltung des Regierungsrats reagiert. Die Exekutiven der Standortgemeinden nehmen sie zur Kenntnis und werden das weitere Vorgehen definieren, heisst es darin. Am Freitag wollen sich die Verantwortlichen der drei Gemeinden öffentlich dazu äussern.

(SDA)

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