Flugplatz Dübendorf: «Entscheide des Bundes sind zu akzeptieren»

Auch nach der Abstimmung zur Zukunft des Flugplatzes hält der Zürcher Regierungsrat an den bisherigen Plänen fest.

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Der Entscheid an der Urne in Dübendorf, Wangen-Brüttisellen und Volketswil für eine alternative Nutzung des Flugplatzes Dübendorf bleibt zahnlos: Der Zürcher Regierungsrat bekräftigt nach der Abstimmung in den Anrainergemeinden seine Absicht, die geplante Business Aviation zu unterstützen.

Allerdings erklärt der Regierungsrat, der Bund habe sich bereit erklärt, im Rahmen des SIL-Prozesses auf Bedürfnisse und Anliegen der Standortgemeinden einzugehen, wie in er einer Mitteilung von heute Donnerstag schreibt.

Am Konzept für den Flugplatz Dübendorf ändert dies nichts. Zwar haben die drei Anrainergemeinden am vergangenen Sonntag ein Alternativkonzept deutlich angenommen, das einen Flugbetrieb ohne Geschäfts- oder Sportfliegerei vorsieht und die Flugbewegungen auf jährlich 20'000 begrenzen will.

Grunsatzentscheide akzeptieren

Der Regierungsrat weist jedoch darauf hin, dass der Bund das Konzept bereits geprüft und es im März 2017 verworfen habe. Der Bund hatte im Jahr 2014 beschlossen, dass der Militärflugplatz Dübendorf als ziviles Flugfeld mit Business Aviation betrieben werden wird.

Daran ändert auch die jüngste Abstimmung nichts. «Die Grundsatzentscheide des Bundes zum SIL sind zu akzeptieren», schreibt der Regierungsrat in der Mitteilung. Allerdings erwähnt er, dass der Bund eine breite Akzeptanz der künftigen Nutzung anstrebe und dafür die verschiedenen Interessen berücksichtigt werden müssten.

Die drei Anrainergemeinden haben bereits in einer gemeinsamen Mitteilung auf die Haltung des Regierungsrats reagiert. Die Exekutiven der Standortgemeinden nehmen sie zur Kenntnis und werden das weitere Vorgehen definieren, heisst es darin. Am Freitag wollen sich die Verantwortlichen der drei Gemeinden öffentlich dazu äussern. (sda)

Erstellt: 30.11.2017, 10:31 Uhr

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