Formel-E-Rennen in Zürich: Jetzt ist die Stadt am Ball

Im Juni 2018 soll es bereits soweit sein: Der Verein «E-Mobil Züri» hat sein Bewilligungsgesuch für ein Rennen in der Zürcher City eingereicht.

Elektro-Rennwagen wie jener des Schweizer Weltmeisters Sébastien Buemi sollen schon 2018 durch Zürich flitzen. Im Bild Buemis Renault 2016 in Paris.

Elektro-Rennwagen wie jener des Schweizer Weltmeisters Sébastien Buemi sollen schon 2018 durch Zürich flitzen. Im Bild Buemis Renault 2016 in Paris. Bild: AP Photo/Michel Euler

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Die Organisatoren des geplante Formel-E-Rennen in Zürich hielten sich lange bedeckt. Doch nun hat der Verein «E-Mobil Züri» sein Bewilligungsgesuch für das Elektro-Autorennen eingereicht, wie der «Blick» schreibt. Damit ist es Sache der Stadt Zürich, das umfang­reiche Dossier zu prüfen und zu klären, ob die Premiere des Stadtrennens am Sonntag, 10. Juni 2018 möglich ist, wie vom OK vorgeschlagen.

«Wir gehen davon aus, dass der Stadtrat unserem Gesuch positiv gegenüberstehen wird. Unsere Vorabklärungen zeigten, dass es keine unüberwindbaren Hindernisse gibt», sagt OK-Chef Roger Tognella zum «Blick». Er erhofft sich bis im September eine Entscheidung des Stadtrats. Dort zeigt man sich optimistisch, diesen Termin für die Entscheidung einhalten zu können. Allerdings zeigt man sich bisher wenig begeistert von der Idee: Im Dezember 2015 erklärte Nat Bächtold, Sprecher von Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) die Zürcher Innenstadt grundsätzlich als ungeeignet für ein Autorennen. Die Gründe: Verkehrsbehinderungen, Anpassung der Infrastruktur, hohes Zuschaueraufkommen und Sicherheitsbedenken. Im Rennkalender der FIA für die Saison 2017/18 wird der Termin für Zürich noch offengehalten, als Alternative steht Moskau bereit.

Formel-E-Chef glaubt nicht an 2018

Finanziert wird das Rennen über private Sponsoren. Allen voran der Formel-E-Hauptsponsor, die Zürcher Bank Julius Bär. Trotzdem zeigt sich Alejandro Agag, Chef der Formel-E, nüchtern. «Ich bin Realist und kein Träumer. Angesichts der politischen Gegebenheiten in der Schweiz dürfte es für 2018 wohl zu früh sein», sagte er kürzlich zur «Automobil-Revue».

Die eingereichte Streckenführung weicht nur minim von der ursprünglichen Idee der Veranstalter ab. Start und Ziel mit der Boxengasse befinden sich wie geplant beim Hafen Enge. Doch die Schlaufe über den von mehreren Tramlinien genutzten Bürkliplatz ist gestrichen. Neu sollen die Formel-E-Stars, etwa der Schweizer Weltmeister Sébastien Buemi, über die Stockerstrasse und Dreikönigsstrasse rasen, auf der Alfred-Escher-Strasse ist eine Schikane vorgesehen. Die gesamte Strecke ist 2,46 km lang. (lop)

Erstellt: 17.07.2017, 11:34 Uhr

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