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Frackingverbot im Kanton Zürich verlangt

Die Umweltschützer von Greenpeace machen Druck auf den Zürcher Kantonsrat, dieser solle die umstrittene Erdgasgewinnungsmethode verbieten.

Im Kanton Zürich war die Förderung von fossilen Brennstoffen bisher nicht rentabel – Fracking könnte das ändern.
Im Kanton Zürich war die Förderung von fossilen Brennstoffen bisher nicht rentabel – Fracking könnte das ändern.
Brennan Linsley, Keystone

In den nächsten Wochen entscheidet der Zürcher Kantonsrat über eine Motion der Grünen, die ein Verbot der Öl- und Gasförderung mittels Fracking auf Zürcher Boden verlangt. Die Umweltorganisation Greenpeace appelliert an die Parlamentarier, diesem Verbot zuzustimmen. Sie hat heute Montag eine von 2101 «besorgten Menschen» unterzeichnete Petition an Kantonsratspräsidentin Brigitta Johner (FDP) übergeben.

Die Annahme der Motion ist laut Greenpeace deshalb wichtig, weil die Firma Seag plane, im Weinland mit der umstrittenen Technik nach Erdgas zu bohren. Aktivisten der Winterthurer Greenpeace-Regionalgruppe hätten heute in der Ratspause Diskussionen mit Kantonsrätinnen und Kantonsräten über die Gefahren der Erdgasförderung geführt und dabei festgestellt, dass viele von ihnen die Befürchtungen der Umweltschützer teilten, heisst es in einer Mitteilung.

Bedenken wegen Chemikalien

Die Bedenken von Umweltwissenschaftlern beruhten darauf, dass die Frackingtechnologie «ein unannehmbares Risiko für Grundwasser, Menschen und Klima» darstelle. Es bestehe die Gefahr, dass Grundwasser mit Chemikalien kontaminiert werde und das Treibhausgas Methan in die Atmosphäre gelange. Noch ungeklärt sei auch die Entsorgung des rücklaufenden Chemikalien-Wasser-Gemisches.

Die Firma Seag hat solche Bedenken in der Vergangenheit mit dem Hinweis darauf gekontert, dass es mittlerweile auch Frackingmethoden ohne Zugabe von Chemikalien gebe. Sie glaubt, dass sich die bisher nicht rentable Förderung von Öl und Gas auf Zürcher Boden dank dieser Methoden endlich lohnen könnte.

(SDA)

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