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Fragwürdige Geschäfte mit dem Platzieren von Jugendlichen

Die Betreuer von Carlos hatten keine Bewilligung des Kantons. Der Jugendanwalt engagierte sie trotzdem. Das wirft ein schlechtes Licht auf eine umstrittene Branche.

Ein Korridor im Massnahmezentrum für schwerst delinquente Jugendliche in Uitikon.
Ein Korridor im Massnahmezentrum für schwerst delinquente Jugendliche in Uitikon.
Stefan Deuber, Keystone

Der Widerspruch ist eklatant: Da arbeitet der Kanton Zürich mit einer Firma zusammen, die derselbe Kanton Zürich für nicht bewilligungswürdig hält. Konkret geht es um das Resozialisierungsunternehmen Riesen-Oggenfuss, das die Betreuung im umstrittenen Fall Carlos übernommen hat.

Seit April 2012 bräuchte die Zürcher Firma für die Vermittlung von Jugendlichen eine Bewilligung des Kantons. Doch eine solche hat sie nicht. «Riesen-Oggenfuss hat zwar eine Bewilligung beantragt, bis anhin aber nicht erhalten», bestätigt der Leiter des Amts für Jugend und Berufsberatung, André Woodtli, einen Bericht des «Blicks». Die eingereichten Unterlagen hätten die Anforderungen nicht erfüllt. Konkreter will Woodtli nicht werden. Es gehe aber um mehr als bloss um Formalitäten.

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