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Zürcher Gastronomie leidet unter «Bürokratieirrsinn»

Wirtinnen und Wirte sind teils absurden Regulierungen ausgesetzt. Den Bürgerlichen bietet das Thema Angriffsfläche im laufenden Wahlkampf.

Martin Sturzenegger

Florian Weber musste beinahe sein Wirtepatent abgeben. Er, der gemeinsam mit Geschäftspartner Michel Péclard zwölf Betriebe führt – darunter die Seebeiz Pumpstation und das Kaffee Schober im Niederdorf. Sieben Verzeigungen in sieben Jahren – das war der städtischen Wirtschaftspolizei zu viel.

Die letzte Busse von 450 Franken bezahlte Weber für ein deplatziertes Stuhlbein. Es stand ausserhalb der Boulevard-zone, in der Milchbar im Kreis 1. Knapp fünf Zentimeter, wie der Kommissar der Wirtschaftspolizei mit dem Massstab eruiert hatte. Eine frühere Verzeigung galt einem Sonnenschirm. Sein Sockel stand zwar innerhalb des erlaubten Bereichs, doch die Spitze des Segels überragte diesen um einige Zentimenter. Auch in diesem Fall hatte der Wirtschaftspolizist durchgegriffen. Bei einer weiteren Verzeigung müsse er Weber die Patente entziehen.

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