Fussballnetze statt Mauern

Mehr als 40 Mannschaften haben am Turnier «Kick für Toleranz» in Winterthur teilgenommen. Die meisten bestanden aus Asylbewerbern.

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Fussball verbindet Menschen und Kulturen über alle Grenzen. Etwas, das sich auch die Organisatoren des «Kick für Toleranz» gedacht haben. «Wir wollen dem Thema Migration nicht mit Ängsten begegnen, sondern die Solidarität fördern», erklärt Sadou Bah, OK-Mitglied, die Idee hinter dem Event. Ursprünglich wollte man Flüchtlinge aus allen Ländern der Welt nach Zürich einladen und eine «Flüchtlings-WM» organisieren.

Gekommen ist jedoch nur der FC Lampedusa aus Hamburg. Dies hängt primär damit zusammen, dass es für Personen ohne Aufenthaltsbewilligung kaum ohne Weiteres möglich ist, Grenzen zu überschreiten. Dennoch waren am Turnier über 40 Mannschaften gemeldet. Die meisten davon bestanden aus Asylbewerbern, einige weitere aus Fangruppierungen. «Die Asylzentren waren sofort offen für unsere Idee und haben uns gut unterstützt», so Bah.

«Sport bringt uns zusammen»

Die Flüchtlinge genossen den Event in vollen Zügen und verstanden gleichzeitig die Botschaft des Events: «Sport ist das Beste. Er bringt uns alle zusammen, egal woher wir sind», freute sich der gebürtige Ivorer Eric N’dé.

Auch beim weitgereisten FC Lampedusa aus der Hansestadt Hamburg freute man sich über das Turnier: «Fussball bringt uns Toleranz zwischen den verschiedenen Ländern und Nationalitäten», meinte Mustafa Hashemi, ursprünglich aus Afghanistan. Auch biete der Fussball eine Ablenkung von der schwierigen Situation, welche die Flüchtlinge in Europa tagtäglich begleite. N’dé fügte hinzu: «Europa sollte herzlich sein zu den Flüchtlingen, gerade was Deutschland für die Syrer macht, ist ein gutes Beispiel dafür.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 05.09.2015, 17:20 Uhr

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