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Fussfesseln könnten auch in Zürich bei Sexualstraftätern eingesetzt werden

Zürich will nächstes Jahr erste Versuche mit elektronischen Fussfesseln starten – bei ungefährlichen Tätern. Aber seit dem Fall der getöteten Marie ist ihre Nutzung umstrittener denn je.

In sieben Kantonen, Basel, Basel-Landschaft, Solothurn, Tessin, Waadt und Genf, laufen derzeit Modellversuche mit Fussfesseln. Zürich will erste Versuche 2014 wagen, aber nur bei Vollzugslockerungen, die sowieso gewährt worden wären. (Symbolbild, aufgenommen 2012 in Basel)
In sieben Kantonen, Basel, Basel-Landschaft, Solothurn, Tessin, Waadt und Genf, laufen derzeit Modellversuche mit Fussfesseln. Zürich will erste Versuche 2014 wagen, aber nur bei Vollzugslockerungen, die sowieso gewährt worden wären. (Symbolbild, aufgenommen 2012 in Basel)
Gaetan Bally, Keystone
Durch den Fall der ermordeten Marie (rechts) stellt sich nun die Frage, welche Straftäter künftig im Kanton Zürich für Fussfesseln infrage kommen. (Links im Bild der wegen Vergewaltigung und Mord verurteilte Claude Dubois.)
Durch den Fall der ermordeten Marie (rechts) stellt sich nun die Frage, welche Straftäter künftig im Kanton Zürich für Fussfesseln infrage kommen. (Links im Bild der wegen Vergewaltigung und Mord verurteilte Claude Dubois.)
Kantonspolizei VD
Darunter können auch Sexualstraftäter fallen. Allerdings keine, die von den Behörden oder einer externen Fachkommission als gefährlich eingestuft werden. «Gefährliche Straftäter werden im Kanton Zürich keine elektronischen Fussfesseln bekommen», erklärt Rebecca de Silva vom Amt für Justizvollzug.
Darunter können auch Sexualstraftäter fallen. Allerdings keine, die von den Behörden oder einer externen Fachkommission als gefährlich eingestuft werden. «Gefährliche Straftäter werden im Kanton Zürich keine elektronischen Fussfesseln bekommen», erklärt Rebecca de Silva vom Amt für Justizvollzug.
Gaetan Bally, Keystone
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Ab 2014 will der Kanton Zürich erste Versuche mit Fussfesseln, dem sogenannten Elektronischen Monitoring (EM), starten. Der Fall der getöteten Marie löst nun die Frage aus, ob sich Ähnliches auch in Zürich ereignen könnte. Denn der mutmassliche Entführer und Mörder der jungen Frau durfte seine Reststrafe mit einer Fussfessel im Umfeld seines Zuhauses absitzen. Trotz Verurteilung wegen Vergewaltigung und Mord in einem anderen Fall.

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