Gastro-Mitarbeiter verlieren Job wegen Schiffszuschlag

Der Pächter der Gastronomie auf den Zürichseeschiffen muss ein Viertel der Festangestellten entlassen. Der Grund: der Schiffsfünfliber.

Der Gastro-Umsatz ist mit der Einführung des Schiffszuschlages um 20 bis 30 Prozent zurück gegangen.

Der Gastro-Umsatz ist mit der Einführung des Schiffszuschlages um 20 bis 30 Prozent zurück gegangen. Bild: Keystone

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Die Einführung des Schiffsfünflibers seit Ende 2016 hat der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft einen schlechen Sommer beschert. Im Juli und August betrug der Besucherrückgang fast 35 Prozent im Vergleich zum Fünfjahresschnitt. Dieser Kundenrückgang hat sich auch auf den Gastronomie-Umsatz ausgewirkt. Pächter Roland Thalmann muss mit einem Verlust von 20 bis 30 Prozent klarkommen, wie die «Zürichsee-Zeitung» schreibt.

Die Situation sei für ihn und seine Firma R. T. Gastro AG existenziell bedrohlich. Und er bestätigt: «Es wird Kündigungen geben.» Zwei hätten bereits ausgesprochen werden müssen, bis Ende Monat werden weitere folgen. Der Bestand von 40 Jahresangestellten werde er mit den Kündigungen auf 30 Personen reduzieren müssen. Auch beim Saisonpersonal musste Thalmann einschneidende Massnahmen umsetzen, einzelne temporäre Verträge wurden verkürzt.

Thalmann ist nun mit der Zürichsee-Schiffahrtsgesellschaft im Gespräch, man habe ein gutes Einvernehmen. Der Entscheid, einen Zuschlag einzuführen, sei vom Regierungsrat beschlossen worden, sagte der Pächter. Nicht betroffen vom Schiffsfünfliber sind die «Traumschiffe» am Abend. Dort sind ohnehin nur teurere Spezialbillette gültig. (hoh)

Erstellt: 14.09.2017, 11:05 Uhr

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