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Gefährliche Eisscholle auf der Autobahn

Auf der A4 bei Neftenbach hat sich ein grosses Stück Eis von einem Lastwagen gelöst. Mit dramatischen Folgen für jenes Auto, das dahinter folgte.

Auf den Strassen herrschen derzeit schwierige Verhältnisse.
Auf den Strassen herrschen derzeit schwierige Verhältnisse.
Ingo Wagner, Keystone

Ein bis dato unbekannter Chauffeur fuhr am gestrigen Montagnachmittag gegen 15 Uhr mit seinem Lastwagen auf der A4 Richtung Winterthur – an der Plane der Abdeckung eine schwere Eisplatte. In der Nähe von Neftenbach löste sich diese plötzlich, touchierte die Windschutzscheibe eines nachfolgenden Fahrzeugs und brach dessen linken Aussenspiegel ab.

Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand, wie die Kantonspolizei heute mitteilte. Der Lastwagenführer habe seine Fahrt aber einfach fortgesetzt, ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern. Deshalb sucht die Polizei jetzt nach Zeugen.

Auto vor jeder Fahrt prüfen

Zudem warnt sie vor den besonderen Bedingungen, die derzeit herrschen. Wenn sich während der Fahrt Eisschollen von einem Fahrzeug lösen, könne es zu folgenschweren Unfällen kommen. Von der tückischen Eisbildung sind vor allem Lastwagen und Anhänger betroffen. Im Kanton Aargau sind gestern gleich drei Autos von solchen Eisschollen getroffen worden, wie die dortige Kantonspolizei mitteilte. In einem Fall sei die Frontscheibe geborsten, wobei unzählige kleine Glassplitter in den Innenraum flogen.

Man müsse das eigene Fahrzeug vor der Fahrt dringend kontrollieren und allfällige Eisplatten vom Dach oder der Plane entfernen, mahnt die Zürcher Polizei. Darüber hinaus sei es auch wichtig, die Fahrzeugscheiben vollständig von Eis und Schnee zu befreien, damit man eine freie Sicht auf den Strassenverkehr habe. Die Stadtpolizei Zürich hat in den letzten Tagen zahlreiche «Iglufahrer» aus dem Verkehr gezogen, die das nicht beachtet haben. Allein am Montagmorgen verzeigte sie 16 Autofahrerinnen und Autofahrer.

Zeugenaufruf:

Personen, welche Angaben zum Vorfall auf der A4 machen können, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich, Telefon 044 247 22 11, in Verbindung zu setzen.

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