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Gefährliches Umsatzbolzen

Die Negativeffekte der Fallpauschalen halten sich noch in Grenzen. Doch der Schritt von Gewinnsteigerung zur Überversorgung ist klein.

Zuerst nahm die Schweiz Deutschland die Ärzte weg, daraufhin rächte sich Deutschland, indem es die Fallpauschalen in die Schweiz exportierte. Mit diesem Spruch hat der deutsche Kabarettist und Arzt Eckart von Hirschhausen kürzlich die versammelten Zürcher Spitaldirektoren zum Lachen gebracht; sie hatten ihn zu ihrem Verbandsjubiläum eingeladen.

Noch können die Spitaldirektoren über solche Witze lachen. Noch halten sie die Negativeffekte der Fallpauschalen recht gut in Schach. Kein Patient wird abgewiesen, weil seine Behandlung nicht gewinnbringend ist. Niemand wird blutig entlassen. Die Patienten bekommen die Behandlung, die medizinisch nötig ist. Manchmal sogar mehr als das. Und eben da liegt im Moment die grösste Gefahr: in der Überversorgung. Weil die Preise fix sind, versuchen die meisten Spitaldirektoren, via Umsatz das Ergebnis zu verbessern.

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