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«Gemeinden wollten alles selbst bestimmen»

Der Gemeindepräsident von Rümlang, Thomas Hardegger, sieht die Zeit noch nicht reif für eine kantonale Kesb.

«Die kleinen Gemeinden wissen, dass sie mit komplexen Fällen überfordert waren»: Thomas Hardegger, SP-Nationalrat und Gemeindepräsident von Rümlang. Foto: Keystone
«Die kleinen Gemeinden wissen, dass sie mit komplexen Fällen überfordert waren»: Thomas Hardegger, SP-Nationalrat und Gemeindepräsident von Rümlang. Foto: Keystone

Seit Wochen wird heftig über die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb) diskutiert. Verschaffen sich hier bloss einzelne Kritiker Gehör, oder ist die Mehrheit der Gemeindepräsidenten gegen die Kesb?

Ich stelle bei vielen eine unglaublich kritische Haltung fest. Die Gemeinden möchten einbezogen werden, wenn Kosten entstehen. Dabei muss ich ein­räumen, dass die Gemeindepräsidenten eine unglückliche Rolle bei der Ver­teilung der Kompetenzen spielten: Ursprünglich sah der damalige Justiz­direktor Markus Notter eine Regelung mit kantonalen Kesb vor, wobei der Kanton einen Grossteil der Kosten übernommen hätte. Aber die Gemeinden wollten alles selber bestimmen. Die Konsequenz ist, dass sie die Kosten allein tragen.

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