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Gemeinderat verhindert Landverkauf

Die Stadt Winterthur darf grössere Landstücke nicht verkaufen. Das schmerzt den Stadtpräsidenten.

Winterthurs Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) hätte einen Teil des Zeughaus-Areals gerne für Alterswohnungen verkauft.
Winterthurs Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) hätte einen Teil des Zeughaus-Areals gerne für Alterswohnungen verkauft.
Heinz Diener

Es ist ein deutliches Zeichen aus der Stadt Winterthur: Der Gemeinderat widersetzt sich dem Stadtrat und lehnt einen wichtigen Landverkauf ab. Das, obwohl die Stadtregierung mit der privaten Investorin, Stella Vitalis Real Estate AG, bereits Vorverträge abgeschlossen hat.

Die Mehrheit des Stadtparlaments wollte vom Verkauf von Grundstücken auf dem Reitweg-Areal in der Nähe des Stadtzentrums und in Wülflingen am Montagabend nichts wissen. Die private Investorin hatte vor, dort rund 80 Alterwohnungen und ein Demenzzentrum zu bauen. Laut dem «Landboten» wäre dafür gegen 12,5 Millionen Frankenin die Stadtkasse geflossen.

Für die Ratsmehrheit von linksgrün und EVP gibt es vor allem zwei Gründe, weshalb ein Landverkauf nicht in Frage kommt: Der Bedarf nach diesen Angeboten sei nicht nachgewiesen und Winterthur müsse mit seinen verbliebenen städtischen Grundstücken haushälterisch umgehen. SVP und CVP sprachen sich vergeblich für den Verkauf aus.

Der Winterthurer Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) zeigte sich enttäuscht über den Entscheid des Gemeinderats. Laut dem SRF-Regionaljournal konnte er zwar einen dringenden Bedarf nach mehr Alters- und Demenzplätzen in der Stadt momentan auch nicht nachweisen. Die Gefahr Überkapazitäten zu schaffen, bestehe immer, sagte er. Aber das Risiko dafür hätte die Investorin getragen.

Volk stimmt über Landverkauf ab

Landverkäufe sind in Winterthur generell ein Politikum. Ende November äussert sich auch das Winterthurer Stimmvolk zu diesem Thema. Am 25. stimmt es darüber ab, ob die Stadt ihren Boden künftig nicht mehr verkaufen, sondern nur noch im Baurecht abgeben soll.

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