Gericht retourniert die Akten des Falls Hildebrand

Das Meilemer Bezirksgericht hat die Unterlagen im Strafverfahren gegen einen IT-Mitarbeiter der Bank Sarasin zurückgeschickt. Es sei nicht zuständig.

Seine vertraulichen Bankdaten soll ein IT-Mitarbeiter herausgegeben haben: Ex-Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand.

Seine vertraulichen Bankdaten soll ein IT-Mitarbeiter herausgegeben haben: Ex-Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand. Bild: Keystone

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Im Strafverfahren gegen einen ehemaligen IT-Mitarbeiter der Bank Sarasin, der vertrauliche Bankdaten des Ex-Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand herausgegeben haben soll, gibt es eine Verzögerung: Das Bezirksgericht Meilen hat sich für «nicht zuständig» erklärt und die Akten an die Zürcher Staatsanwaltschaft zurückgeschickt.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft bestätigte eine entsprechende Meldung der «Handelszeitung» vom Mittwoch. Die Staatsanwaltschaft werde in den nächsten Tagen entscheiden, ob gegen diesen Entscheid eine Beschwerde beim Obergericht eingereicht werde.

Die Zürcher Staatsanwaltschaft will erreichen, dass die Tatbeteiligten in der Affäre Hildebrand von einem einzigen Gericht beurteilt und nicht auf mehrere Gerichte verteilt werden.

«Tatort» Thurgau

Die weiteren Tatbeteiligten sind in diesem Fall der Thurgauer Anwalt und SVP-Kantonsrat Hermann Lei sowie Christoph Blocher, der die brisanten Bankdaten entgegengenommen haben soll. Dessen Wohnort Herrliberg ist der Grund dafür, weshalb die Staatsanwaltschaft die Prozesse in Meilen durchführen will.

Weil der eigentliche «Tatort», wo die mutmassliche Bankgeheimnisverletzung stattgefunden haben soll, aber im Thurgau liegt, erachten sich die Richter aus Meilen als nicht zuständig. (sda)

Erstellt: 11.03.2015, 16:18 Uhr

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