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Gericht stoppt Luxuswohnungen und Hafenbau am Zürichsee

Die Kibag wollte einen Teil des Zürichsees für den Bau von Luxuswohnungen und eines Bootshafens aufschütten. Die seit zehn Jahren dauernde Planung scheiterte an einer neuen Bestimmung.

Attraktives Bauland an sensibler Stelle: Kibag-Gelände bei Wangen am Zürichsee.
Attraktives Bauland an sensibler Stelle: Kibag-Gelände bei Wangen am Zürichsee.
nuolen-see.ch

Das Gelände des Kieswerks Kibag am Ufer des Zürichsees in Wangen sollte auf einer Fläche von 51'000 Quadratmetern umgestaltet werden. Geplant waren in Nuolen See eine Siedlung mit rund 60 Wohneinheiten, ein neuer Bootshafen, öffentliche Wege sowie Flachwasserzonen. Daneben plante die Gemeinde auf der Halbinsel Nuolen ein Schwimmbad.

Das Gericht kam gemäss den Mitteilungen zum Schluss, dass das Vorhaben mit den seit 2011 geltenden Gewässerschutzbestimmungen nicht mehr vereinbar ist. Das öffentliche Interesse am Schutz der Gewässer wird somit höher gewichtet als die privaten Interessen am Erhalt der bestehenden Planungen, die über zehn Jahre gedauert haben.

Gemeinderat will über die Bücher

Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz hat deshalb die Beschwerden gegen die Baubewilligung für die Testufer gutgeheissen. Dies teilten am Mittwoch die Gemeinde Wangen und die beschwerdeführende Organisation «aqua viva rheinaubund» mit. Der Entscheid des Verwaltungsgerichtes ist noch nicht rechtskräftig.

Der Gemeinderat von Wangen will nun die Folgen des Gerichtsentscheides analysieren, etwa was die Verträge der Gemeinde mit der Kibag anbelangt. In diesen geht es unter anderem um den Abbau der Anlagen.

Erfreut zeigen sich die Beschwerdeführer. Die Planung in diesem Gebiet müsse nun von einem neuen Standpunkt aus betrachtet werden, in der die Interessen der Natur und der Öffentlichkeit mehr Gewicht erhalten würden.

SDA/ep

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